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Warum das Konzept der Kawasaki ZX-10RR nicht mehr zur Superbike-WM passt
Mit zwei dritten Plätzen sorgte Alex Lowes (Kawasaki) in Portimao für ein starkes Ergebnis. Er gab auf der Bremse alles und verringerte den Rückstand in der Gesamtwertung der Superbike-WM auf Alvaro Bautista erheblich.
Alex Lowes zeigte in Portimao ein starkes Wochenende und fuhr in beiden Rennen am Sonntag jeweils als Dritter über die Ziellinie. Lowes stand seit Saisonbeginn neun Mal auf dem Podium – so oft wie 2019, als er auf Yamaha WM-Dritter wurde, im ganzen Jahr.
Nach dem Rennen am Samstag meinte Lowes, er habe die Pace für das Podium. Am Sonntag bestätigte er diese Aussage. Im Sprintrennen lieferte er sich einen sehenswerten Kampf mit Danilo Petrucci (Ducati) und Michael van der Mark (BMW). Es bestätigte sich der schwache Topspeed, der Kawasaki-Pilot wurde auf der fast einen Kilometer langen Geraden öfters von der Ducati- und BMW-Konkurrenz überholt und musste sich in der Bremsphase verteidigen oder zurückkämpfen. Mit Position 3 hinter Razgatlioglu und Petrucci holte er das bestmögliche Ergebnis heraus.
Im zweiten Rennen erwartete ihn ein ähnliches Spiel. Lowes übernahm in den ersten Runden kurzzeitig die Führung, ehe Toprak Razgatlioglu (BMW) das Tempo erhöhte. Bei einem Überholmanöver touchierte Toprak den Briten. "Auf der Geraden hat er mich berührt und einen seiner Flügel verloren. Ich habe versucht ihm zu folgen und auf der Bremse Zeit gut zu machen", äußerte sich Lowes zu diesem Zwischenfall.
Er konnte den Anschluss an die Top-Piloten nicht halten, da er in der dritten Kurve einen Fehler machte, der ihn Zeit kostete. Bis zur Rennmitte fiel er auf die vierte Position zurück. In Runde 15 stürzte der vor ihm liegende Alvaro Bautista (Ducati), womit Lowes den dritten Platz erbte.
Mit seiner neunten Podiumsplatzierung ist Alex Lowes drauf und dran, seine beste Superbike-Saison abzuliefern. Wie kommt dieser Erfolg zustande? "Das Motorrad hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. In dieser Saison fahre ich einfach konstanter."
Nach dem Rennen von Portimao liegt Lowes weiterhin auf dem vierten WM-Rang, den Rückstand auf den vor ihm liegenden Bautista konnte er auf 10 Punkte verringern. Auf die Frage von SPEEDWEEK.com, ob die Top-3 in dieser Saison realistisch sind, hält Lowes die Erwartungen niedrig: "Ich bin nicht schneller als die anderen. Es hängt davon ab, wie konstant die anderen unterwegs sein werden. Wenn wir ein schlechtes Wochenende haben, ist es besser, im Mittelfeld ins Ziel zu kommen und Punkte zu sichern."
Für die restliche Saison ist das Ziel für Lowes und sein Team bereits gesteckt: "Wir wollen an jedem Wochenende auf dem Podium landen. Aktuell fahre ich so gut wie noch nie in meinen elf Jahren in der WM."
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