Traumatische Lungenembolie: Startverbot für Toprak
Die Ärzte sind sich einig: BMW-Star und Superbike-WM-Leader Toprak Razgatlioglu ist nach seinem Unfall im FP2 am Freitagnachmittag nicht in der Lage, am restlichen Rennwochenende in Magny-Cours teilzunehmen.
Aus dem Krankenhaus teilte Toprak Razgatlioglu nach seinem fürchterlichen Sturz über seine Social-Media-Kanäle mit, dass er sich "gut fühle". Kaum vorstellbar, wenn man sich vor Augen hält, mit welcher Heftigkeit der Türke nach seinem Ausrutscher am Ausgang von Kurve 13
Laut Diagnose der Ärzte hat Razgatlioglu nichts gebrochen, aber mehrere Prellungen und eine leichte traumatische Lungenembolie. Eine solche entsteht, wenn ein Blutgerinnsel ein Blutgefäß in der Lunge verstopft. Typische Anzeichen sind plötzliche Atemnot, Brustschmerzen, blutiger Husten, Schwindel, Benommenheit und Herzrasen.
Das medizinische Personal hat ihn deshalb für das restliche Wochenende in Frankreich aus dem Verkehr gezogen.
Mit seinem Startverbot endet eine einmalige Serie: Der 27-Jährige hat zuletzt 13 Rennen in Folge gewonnen, der alte Rekord von Jonathan Rea und Alvaro Bautista stand bei elf Siegen.
Die WM-Führung wird Razgatlioglu trotzdem behalten, denn er liegt vor den drei Läufen in Frankreich 92 Punkte vor dem Zweiten Nicolo Bulega (Aruba.it Ducati). An einem Rennwochenende gibt es maximal 62 Punkte zu gewinnen.
Toprak hat jetzt zwei Wochen Zeit sich zu erholen, dann geht die Weltmeisterschaft mit der Premiere in Cremona in Norditalien weiter.
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