Seit der Superbike-WM 2025 organisiert Puccetti Racing das Werksteam von Kawasaki. Obwohl es sportlich nicht wie gewünscht läuft, kann Teamchef Manuel Puccetti zumindest ruhiger schlafen.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
Weiterlesen
Werbung
Nachdem das Kawasaki Racing Team in diesem Jahr die Superbike-Rückkehr von Bimota abwickelt, wurde Puccetti Racing von Kawasaki mit dem Werksauftritt des japanischen Herstellers beauftragt – eine große Ehre und ein großer Vertrauensbeweis für das italienische Team. "Die Unterstützung ist viel umfangreicher als früher. Bis letztes Jahr hatten wir nur mit Kawasaki Europe zu tun, jetzt sprechen wir auch direkt mit dem Werk in Japan", erklärte Teambesitzer Manuel Puccetti den entscheidenden Unterschied.
Werbung
Werbung
Doch anders als Alex Lowes, der 2024 WM-Vierter wurde, dümpelt Garrett Gerloff als einziger Kawasaki-Pilot nach fünf Meetings mit 30 Punkten auf dem 17. Rang herum. "Was die Ergebnisse betrifft, haben wir uns natürlich mehr versprochen", gab der 48-Jährige auf Nachfrage von SPEEDWEEK.com zu. "Wir müssen allerdings berücksichtigen, dass die Meisterschaft noch einmal umkämpfter geworden ist. Wir haben Vergleiche angestellt über Garrett in diesem und im vergangenen Jahr und auch mit den Daten von Alex Lowes und Axel Bassani. Manchmal sind wir schneller als sie und sogar schneller als Jonathan Rea vor drei Jahren. Tatsache ist aber, dass die vorderen Jungs mehr zugelegt haben. Insbesondere Toprak und Bulega stellen praktisch an jedem Wochenende Rekorde auf. Die Serie insgesamt wird schneller und man kann feststellen, dass wir zum Teil besser als 2024 geworden sind, das aber nicht ausreicht, um die erhofften Ergebnisse zu erreichen." Wenigstens auf einem Gebiet macht es sich positiv bemerkbar, dass Puccetti Racing das Kawasaki-Werksteam betreibt – bei der Sponsorensuche. "Sagen wir, es ist weniger schwierig, denn einfach ist das nie. Wenn man aber einen Hersteller in einer Weltmeisterschaft repräsentiert, ist das ein interessantes Angebot an potenzielle Sponsoren", hielt Puccetti fest. "Womit wir uns jetzt aber vorrangig beschäftigen müssen, sind bessere Ergebnisse, denn wir erreichen nicht die Positionen, die wir uns vorgenommen haben. Zur Veranschaulichung: Gerloff war in Cremona in diesem Jahr vier Sekunden schneller als 2024, als er im zweiten Lauf Vierter wurde – trotzdem reichte das in diesem Jahr nur zu Platz 12. Das macht das gestiegene Niveau der Serie deutlich. Wir schlagen uns also ordentlich, einem Sponsor kann man das dennoch nur schwer vermitteln."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.