Superbike ist kein Selbstläufer

Kolumne von Alex Hofmann
Superbike-WM
Aoyama (4) ist meist hinten im Feld zu finden

Aoyama (4) ist meist hinten im Feld zu finden

Hiroshi Aoyama war ein MotoGP-Star, als er zu Ten Kate Honda in die Superbike-WM kam. Der Japaner war einer der letzten kompletten Zweitakt-Treiber.

Ein exakter Fahrer, der alle Kontrolle u¨ber das Motorrad im Handgelenk hatte. Hiro fuhr nur zwei Jahre MotoGP, hat also kaum Viertakt-Erfahrung.

Es war absehbar, dass er auf einem Superbike Schwierigkeiten haben wu¨rde. Auf einem solchen Motorrad bewegt sich alles: die Reifen, die Karkasse, der Rahmen. Das ist eine andere Welt, als es Aoyama aus dem GP-Sport gewohnt ist. Und das muss man mögen! Fahrer wie Biaggi, Checa oder Melandri hatten in der MotoGP-Klasse eine längere Adaptionsphase, vielleicht fahren sie auch öfters Motocross oder Supermoto und mögen das Rutschen deshalb mehr.

Grundsätzlich schlagen sich Ausnahmetalente auf jedem Motorrad gut. Aoyama ist kein schlechter Rennfahrer, er war 250er-Weltmeister. Aber aus der MotoGP- in die SBK-WM ist es ein Riesenschritt – und kein Selbstläufer. Wer in der MotoGP-WM keinen Erfolg mehr hat, soll nicht meinen, dass er die Klasse wechselt und der Erfolg dort von alleine kommt.

Einer der grössten Unterschiede zwischen MotoGP und SBK sind die Reifen. Pirellis Superbike-Reifen haben eine weiche Karkasse und bewegen sich viel mehr als die Bridgestone. Dass sie trotzdem gut arbeiten, zeigen die starken Rundenzeiten. Weil die Pirelli schnell abbauen, verlangen sie eine andere Fahrwerksabstimmung. Diese Reifen arbeiten wirklich am Limit, dadurch ru¨ckt das Feld eng zusammen. Ein Bridgestone-Reifen ist steifer, hat u¨ber eine viel längere Distanz die gleiche Performance.

Ungewohnt sind fu¨r die MotoGP-Fahrer auch die weniger sicheren Rennstrecken – und dass vier Fahrer aus einer Startreihe losfahren, es gibt weniger Platz. Und die SBK-Burschen halten rein, als gäbe es kein Morgen. Kommt ein Fahrer aus der Britischen Meisterschaft, fu¨hlt er sich auf den WM-Pisten dagegen sehr sicher.

Welche Probleme Hiroshi Aoyama ausmacht, und was Teammanager Ronald ten Kate am Japaner kritisiert, lesen Sie exklusiv im grossen Feature in Ausgabe 28 der Wochenzeitschrift SPEEDWEEK – seit 26. Juni für 2,20 Euro / Fr. 3.80 im Handel!

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