Aprilia: Ja zu den Superbikes

Von Mike Powers
Schlechtes Pflaster Misano: Nur Rang 9 für Nakano

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Der italienische Motorradhersteller Aprilia wird 2010 vier RSV4 in der Superbike-WM einsetzen.

Gleichzeitig ist geplant, in die Internationale Deutsche Superbike-Meisterschaft (IDM) einzusteigen. Weil die 250er-Grand-Prix-Klasse Ende Jahr gestrichen wird, bekennt sich Aprilia zu den Superbikes und will 2010 Kit-Motorräder für die Superbike-WM und andere Meisterschaften in aller Welt anbieten.

Aprilia-Sprecher Daniele Tosatti sagte zu SPEEDWEEK: «Wir werden 2010 Minimum vier Motorräder in der Weltmeisterschaft einsetzen. Wir haben bereits viele Anfragen von interessierten Teams erhalten. Ob wir werksseitig mitmachen oder über vom Werk unterstützte Satelliten-Teams antreten, ist noch nicht entschieden. Wir wollen auch in der britischen, amerikanischen, deutschen und italienischen Superbike-Meisterschaft mit dabei sein. Das Interesse ist sehr gross.»

Historisch betrachtet, hat Aprilia seine eigenen Rennaktivitäten mit der Verleasung ihrer 250er-Zweitakter finanziert. Mit dem Rückzug dieser Klasse versiegt diese ergiebige Geldquelle für den italienischen Hersteller. «Der Wegfall der 250er ergibt für uns einen negativen Cash-Flow», erklärt Tosatti. «Deshalb werden wir Kit-Bikes aufbauen, die uns diese Einnahmen wieder zurückbringen.»

Tosatti bestätigte ebenfalls, dass Aprilia nicht beabsichtigt, mit eigenen Motorrädern in die neue Moto2-Klasse einzusteigen: «Vielleicht sehen wir aber eine Zukunft in der MotoGP-Klasse. Im Hause Piaggio wird darüber geredet. Dort wird auch entschieden werden, ob dieser Schritt erfolgen wird oder nicht. Im Moment sind aber die Superbikes unsere Zukunft.»

In Misano hatten die Werks-Piloten Max Biaggi und Shinya Nakano erneut mit starken Motorvibrationen zu kämpfen. Diese Vibrationen scheinen die Fahrer auf engen Kursen wie Misano oder Valencia stärker zu belasten. Bestes Resultat war ein neunter Platz von Nakano im ersten Rennen.

Anfang Juli wird das Aprilia-Team zusammen mit dem GP-Team zwei private Testtage in Brünn einlegen und versuchen, mit einer Reihe von neuen Teilen diese Probleme zu lösen.

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