Seitenwagen-WM 2020 fällt Covid-19-Pandemie zum Opfer

Von Helmut Ohner
Seitenwagen-WM
2020 gibt es keine Seitenwagen-Weltmeisterschaft

2020 gibt es keine Seitenwagen-Weltmeisterschaft

Der Motorrad-Weltverband FIM und der Promoter RKB-F1/Santander Salt Ltd. hatten nichts unversucht gelassen, die Seitenwagen-WM zu retten, doch vergeblich. Jetzt musst sie wegen der Corona-Krise abgesagt werden.

Die Coronavirus-Pandemie hat ein weiteres Opfer gefordert. Trotz aller Bemühungen in den letzten Monaten mussten der Motorrad-Weltverband, der Promoter RKB-F1/Santander Salt Ltd. sowie die nationalen Verbände von Kroatien, Ungarn, Deutschland, Großbritannien und Portugal einsehen, dass es angesichts der nach wie vor anhaltenden Probleme in Verbindung mit der Corona-Krise keine Möglichkeit, einen ordentlichen Kalender für die Seitenwagen-WM zu organisieren.

Ursprünglich sollte Mitte April im Rahmen des 24-Stunden-Rennens in Le Mans der Startschuss für die diesjährige Saison fallen. Um die 43. Auflage des Langstreckenklassikers zu retten, entschieden sich FIM, der Promotor der Endurance-WM, Eurosport Events, und der organisierende Automobile Club l’Ouest nicht nur Ende August vor leeren Rängen zu fahren, sondern auch alle Rahmenbewerbe inkl. das Seitenwagen-Rennen zu streichen.

Aufgrund der Ausgangsbeschränkungen und Grenzschließungen innerhalb Europas mussten die Termine für die Rennen auf dem Pannonia Ring und in Brands Hatch der neuen Situation angepasst werden. Die Veranstaltungen auf dem Lausitzring und in Assen wurden frühzeitig gestrichen. Bis zuletzt hoffte man allerdings, dass die Saison auf dem ehemaligen Grand-Prix-Kurs in Grobnik/Rijeka in Angriff genommen werden kann.

Doch am Ende der Urlaubszeit begannen die Fallzahlen in Europa teils kräftig zu steigen und einzelne Länder sahen sich veranlasst, erneut Reisewarnungen auszusprechen. So sollen zum Beispiel Österreicher Kroatien fernbleiben. Auch einige Regionen in Spanien wurden zur «verbotenen» Zone erklärt und Portugal hat es in den letzten Monaten nie geschafft, von der Liste der zu meidenden Nationen gestrichen zu werden.

Jetzt wurde von den Organisatoren die Reißleine gezogen. «Es ist äußerst bedauerlich, dass die monatelange harte Arbeit von so vielen, die Seitenwagen-Weltmeisterschaft doch noch zu retten, unbelohnt geblieben ist», konnte der CEO von RKB-F1-Sanatander Salt Ltd., Roger Brody, seine Enttäuschung nicht verbergen. «Jetzt können wir nur hoffen, dass sich die Lage wieder entspannen wird, damit wir im kommenden Jahr neu durchstarten können.»

«Die FIM und die RKB-F1/Santander Salt Ltd. werden auch weiterhin zusammenarbeiten, um in Zukunft wieder eine spannende Seitenwagen-Weltmeisterschaft auf die Beine zu stellen. Ich möchte den nationalen Verbänden, Organisatoren, Offiziellen, Teams, Fahrern und allen Beteiligten für ihre Unterstützung in dieser herausfordernden Zeit sowie ihr Verständnis für die unumgängliche Absage danken», erklärte FIM-Präsident Jorge Viegas.

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