Schlosser/Fries: Die Weltmeister haben Aufholbedarf

Von Helmut Ohner
Auf dem Pannonia Ring gibt es immer wieder spannende Rennen zu sehen

Auf dem Pannonia Ring gibt es immer wieder spannende Rennen zu sehen

Das vierte Wochenende der Seitenwagen-WM verspricht Spannung. Für die Weltmeister Markus Schlosser und Marcel Fries liegen nach sechs Rennen nur 14 Zähler hinter Todd Ellis/Emmanuelle Clement.

Mit drei Rennsiegen in Folge übernahmen Todd Ellis und Emmanuelle Clement die Führung in der Seitenwagen-Weltmeisterschaft. Das britisch-französische Paar kommt mit dementsprechend viel Selbstvertrauen zur vierten Runde nach Ungarn. Obwohl der Pannonia Ring für Ellis Neuland war, musste er sich mit seiner Partnerin nur um wenige Zehntelsekunden geschlagen geben. Nach sechs von 16 Läufen haben sie bereits 140 Punkte auf ihrem Konto.

Bis jetzt läuft es technisch noch nicht ganz nach Wünsch für Markus Schlosser/Marcel Fries. Die regierenden Weltmeister aus der Schweiz konnten in dieser Saison zwar auch schon zweimal gewinnen, doch ihre Überlegenheit des vergangenen Jahres ist verloren gegangen. Für das Gustoil Racing Team geht es in Ungarn Boden auf die WM-Führenden aufzuholen. Im Vorjahr konnten sie auf dem Pannonia Ring zweimal gewinnen.

Im Kampf um den Sieg werden aber auch der Niederländer Bennie Streuer und sein deutscher Beifahrer Kevin Kölsch mitmischen. Das Bonovo-Action-Team hat gerade erst in Spa-Francorchamps mit den Rängen 4 und 3 gezeigt, dass die technischen Probleme der Vergangenheit angehören und man durchaus in der Lage ist und nicht gewillt ist, Ellis/Clement und Schlosser/Fries kampflos die oberste Stufe des Siegespodests zu überlassen.

Stephen Kershaw und Ryan Charlwood kommen mit 79 Zählern und liegen damit vor Tim Reeves/Kevin Rousseau, die sich ab sofort auf die IDM Seitenwagen konzentrieren wollen, an der dritten Stelle der Weltmeisterschaft. Die britische Paarung freut sich auf ihren nächsten Einsatz. Kürzlich konnten sie in Spa-Francorchamps einen ersten Podiumsplatz in dieser Saison feiern, an den sie natürlich anschließen wollen.

Interessant wird mit Sicherheit wieder das Duell der «jungen Wilden». Bei den Rennen in Belgien konnten die Schweizer Lukas Wyssen/Thomas Hofer, deren Gustoil-Gespann neuerdings nicht mehr rot, sondern blau lackiert ist, die Sohn-Vater-Paarung Ted und Vincent Peugeot knapp hinter sich lassen. Dazu kommt noch, dass die Franzosen noch nie auf der 4,74 Kilometer langen Strecke unweit der Thermenstadt Sárvár gefahren sind.

Dasselbe gilt übrigens auch für Harry Payne. Der britische Fahrer, der den erfahrenen Mark Wilkes an seiner Seite hat, kommt mehr oder weniger direkt von den Rennen zur Tourist Trophy auf der Isle of Man. Im Vorjahr hatten sie mehrmals bewiesen, dass sie sich schnell auf neue Gegebenheiten anpassen können. Es wäre also keine Überraschung, wenn die Laufsieger von Estoril 2021 wieder ganz vorne mitmischen würden.

Erstmals in diesem Jahr wird der Österreicher Peter Kimeswenger und sein tschechischer Beifahrer Ondrej Sedlacek mit einer Wildcard bei einem WM-Lauf an der Startlinie stehen. Sie werden sich am Samstag (15.15. Uhr MESZ) und am Sonntag (13.15 Uhr MESZ) wohl Kämpfe mit den Briten Kevin Cable/Charlie Richardson und den Franzosen Claude Vinet, bei dem dieses Mal statt Cyril Vinet Sébastien Arifon im Boot sitzen wird, liefern.

WM-Stand Top-12 (nach 6 von 16 Rennen)
1. Todd Ellis/Emmanuelle Clement (GB/F), Yamaha LCR, 140 Punkte. 2. Markus Schlosser/Marcel Fries (CH), Yamaha LCR, 126. 3. Stephen Kershaw/Ryan Charlwood (GB), Yamaha LCR, 79. 4. Tim Reeves/Kevin Rousseau (GB/F), Yamaha Adolf RS, 68. 5. Lukas Wyssen/Thomas Hofer (CH), Yamaha LCR, 60. 6. Bennie Streuer/Kevin Kölsch (NL/D), Yamaha Adolf RS, 50. 7. Ted Peugeot/Vincent Peugeot (F), Yamaha LCR, 48. 8. Colin Cable/Charlie Richardson (GB), Yamaha LCR, 34. 9. Cedric Pierard/Arnaud Pierard (B), Yamaha Adolf RS, 32. 10. Harry Payne/Mark Wilkes (GB), Yamaha LCR, 31. 11. Paul Leglise/Mélanie Farnier (F), Yamaha LCR, 27. 12. Claude Vinet/Cyril Vine (F), Yamaha LCR, 26.

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