Speedway-Champion Sam Ermolenko feiert 60. Geburtstag

Von Manuel Wüst
Speedway
Sam Ermolenko (re.) mit Greg Hancock

Sam Ermolenko (re.) mit Greg Hancock

Seit dem 23. November 2020 ist Sam Ermolenko 60 Jahre alt. Der Kalifornier gehörte in den 1980er- und 90er-Jahren zu den besten Speedway-Fahrern der Welt und wurde 1993 in Pocking zur Nummer 1.

1983 führte Sam Ermolenkos Weg erstmals nach Europa, als der damals 22-Jährige in der britischen Liga für Poole an den Start ging. Schnell wurde «Sudden Sam», wie er von seinen Fans genannt wurde, zu einem Publikumsliebling – seine Karriere in der britischen Liga sollte bis 2005 dauern.

Ende der 1980er-Jahre konnte Ermolenko mit dem Nationalteam der Vereinigten Staaten von Amerika in der Team- und Paar-Weltmeisterschaft Medaillen gewinnen. Auch in der Einzel-Weltmeisterschaft war Ermolenko bereits in den 1980er-Jahren dicht am Titelgewinn dran und überraschte beim Finale 85 im legendären Odsal Stadium in Bradford. Ebenso wie Erik Gundersen und Hans Nielsen schloss der Kalifornier die Vorläufe mit 13 Punkten ab und stand im Dreier-Stechen um den WM-Titel. Vom Start weg hatten die Dänen die Nase vorne und Gundersen sicherte sich vor Nielsen den Titel, während Ermolenko nur Bronze blieb.

Acht Jahre später genügten Ermolenko beim WM-Finale in Pocking zwölf Punkte, um Weltmeister zu werden. Rückblickend war Lauf 15 entscheidend, in diesem traf Ermolenko auf seinen ärgsten Widersacher Hans Nielsen. Der Däne lag einen Punkt hinter dem Ami, der die ersten drei Läufe gewonnen und neun Punkte auf dem Konto hatte. Nach gewonnenem Start führte Ermolenko das Rennen an, ehe es in der Zielkurve der ersten Runde zum entscheidenden Moment kam: Nielsen attackierte innen und fuhr Ermolenko das Vorderrad weg, woraufhin dieser stürzte. Nielsen wurde vom Wiederholungslauf ausgeschlossen, Ermolenko holte die nötigen Punkte und wurde Weltmeister.

In Deutschland war Ermolenko stets ein gern gesehener Gast, der Jubilar kann auf eine Vielzahl von Bundesliga- und offenen Rennen zurückblicken. Ein Rennen, das der Speedway-Champion gerne streichen würde, ist das WM-Halbfinale auf der Langahn in Herxheim am 16. Juli 1989, in dem er sich nach 1988 zum zweiten Mal für das Finale qualifizieren wollte. Ermolenko brach sich bei einem Sturz mehrfach das Bein und musste in einer langen Operation wieder zusammengeflickt werden.

Nach seiner aktiven Karriere ist der heute 60-Jährige dem Sport als TV-Kommentator und Betreuer erhalten geblieben.

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