Best Pairs Landshut: Deutschland ist Weltspitze

Von Manuel Wüst
Speedway Best Pairs
Martin Smolinski war einer der besten Fahrer des Abends

Martin Smolinski war einer der besten Fahrer des Abends

Ein Punkt fehlte Martin Smolinski, Tobias Kroner und Michael Härtel im Speedway Best Pairs Cup in Landshut, um ins Race-Off einzuziehen und so ein weiteres Stück deutsche Speedway-Geschichte zu schreiben.

Bei dem mit den besten Piloten der Welt gespickten Event zeigten Tobias Kroner und Martin Smolinski bereits im Auftaktheat, dass das deutsche Team fest entschlossen war die Schmach der ersten Runde in Polen (letzter Platz) vergessen zu machen, indem sie die Letten mit 7:2 Punkten bezwangen.

In Heat 5 hießen die Gegner Andreas Jonsson und Peter Ljung. Smolinski erwischte einen super Start, wurde aber in der ersten Kurve von Ljung geschickt blockiert und fand sich sodann auf Rang 3 wieder. Zwar attackierte er immer wieder, doch die beiden Schweden demonstrierten Paarfahren par excellence und ließen dem Olchinger keine Chance.

Im dritten Outing mussten Michael Härtel und «Smoli» gegen die Dänen ran. Smolinski setzte sich mit einem super Start gegen Niels-Kristian Iversen und Nicki Pedersen durch, doch das Rennen wurde abgebrochen und es kam zum Re-Start. Martin behielt die Nerven und setzte sich am Start erneut durch, während Youngster Härtel mit Pedersen fightete. In der Zielkurve verlor der Däne die Kontrolle und raste in die Airfences. Ein erneuter Abbruch drohte, doch Pedersen brachte das Bike von der Bahn, ehe er im Infield zusammenbrach. Smolinski wurde heftig von Iversen attackiert, konnte jedoch standhalten und kreuzte als Erster die Ziellinie!

In Lauf 16 musste sich Team Germany der polnischen Auswahl, in diesem Fall Krzysztof Kasprzak und Jaroslaw Hampel, beugen. Doch auch hier fehlte nicht viel und der deutsche GP-Pilot hätte das polnische Duo gesprengt.

Sensation gegen Australien

Im letzten Lauf des deutschen Teams kam es zur großen Sensation: Smolinski und der erst 16-jährige Härtel bezwangen die bis dahin unbesiegten Australier Chris Holder und Davey Watt mit 6:3 und lösten Begeisterungsstürme in der Landshuter Ellermühle aus. Bereits beim ersten Start hatte Smolinski die Nase gegen Holder vorne, doch ein fragwürdiger Ausrutscher in der ersten Kurve von Watt machte einen Re-Run notwendig.

«Ich weiß gerade nicht, ob ich lachen oder weinen soll», meinte Auckland-GP-Sieger Smolinski nach dem Rennen. «Einerseits hatten wir einen schönen Rennabend mit super Stimmung, tollen Fans, packenden Fights und einem Ergebnis, das, aus deutscher Sicht, sicher nicht viele für möglich gehalten haben. Andererseits wäre mehr drin gewesen, denn letzten Endes hat uns ein mickriger Punkt gefehlt, um ins Race-Off einzuziehen. Ich hatte dreimal den Start für mich entschieden und jedes Mal gab es einen Abbruch. Dennoch: Das Wichtigste ist, dass es eine super Werbung für unseren Sport, Landshut und auch unser Team war. Respekt an Tobi und vor allem auch an Michi, das war sensationell!»

Das Rennen gewannen die Australier vor Dänemark und Polen.

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