Karl Maier: «Der Boom steht und fällt mit Smolinski»

Von Manuel Wüst
Speedway Best Pairs
Der ehemalige Langbahnweltmeister und langjährige Ligafahrer des AC Landshut Karl Maier hat im Vorfeld des Speedway Best Pairs Cups in Landshut ein gutes Näschen und gehörigen Sachverstand bewiesen.

Karl Maier hatte die Australier auf Platz 1 getippt und die deutsche Mannschaft auf Rang 3. Am Ende siegten die Australier vor den Dänen, und nicht vor den Polen wie prognostiziert, und die deutschen Drifter verpassten das Podium um nur einen Punkt!

Kurz nach dem Rennen war der ehemalige Weltmeister noch immer hellauf begeistert. «Das war das beste Rennen, das wir in den letzten Jahren in Deutschland gesehen haben», fasste Maier zusammen. «Es hat alles gepasst, außer den paar Regenwolken die heruntergekommen sind. Aber da kann man bekanntlich nichts machen. Die Bahn war super präpariert, die Qualität der Teilnehmer Weltklasse. Ich bin fasziniert.»

Auch für die Leistung des deutschen Teams fand Maier nur lobende Worte: «Die drei haben sich gut geschlagen. Man muss erst mal gegen diese Profis bestehen. Martin Smolinski hat einen Sonderapplaus verdient, denn er hat sich sehr gut geschlagen. Auch Tobias Kroner und Michael Härtel haben das Beste daraus gemacht, denn man muss erst mal mit den Besten der Welt mithalten. Mit einem Ligarennen war das, was wir gesehen haben, nicht vergleichbar.»

Den derzeitige Speedwayboom in Deutschland, der den Sport mehr und mehr in die Medien zurückbringt, hat der fünffache Speedway-Weltfinalist längst registriert, wenngleich er auch sofort anmerkt: «Das Ganze steht und fällt mit Smoli. Wenn er weiterhin gut dabei ist und sich in der Weltspitze etabliert, dann gibt das einen riesigen Rückenwind für den Bahnsport und der Sport wird wieder nach oben kommen. Wenn einer wie Smolinski nicht dabei ist, dann wird solch eine Veranstaltung wohl kaum in Deutschland gefahren, denn dann fährt hier zwar die Güteklasse der Welt, doch wenn kein Deutscher mithalten kann, ist das auch nix. Wir brauchen jetzt halt noch fünf oder sechs wie Smoli und dann kann sich das auch Stück für Stück weiterentwickeln.»

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