Randy Krummenacher über die Wichtigkeit des Fahrers

Von Ivo Schützbach
Supersport-WM

Nach 18 Rennen in der Superbike-WM kehrt Randy Krummenacher 2018 in die Supersport-Klasse zurück. Der WM-Dritte von 2016 muss sich mit der Yamaha R6 in einigen Bereichen umgewöhnen.

Mangels gutem Superbike-Team für 2018 geht Randy Krummenacher zurück in die Supersport-WM. Gemeinsam mit dem Schweizer Yamaha-Importeur Hostettler schnürte der 27-Jährige ein erfolgversprechendes Paket. Im Team Bardahl Evan Bros wird er eine neue R6 pilotieren, mit dieser Maschine wurde Lucas Mahias 2017 auf Anhieb Weltmeister.

Nach WM-Platz 3 im Jahr 2016 stieg Krummi für 2017 von der Supersport- in die Superbike-WM auf. Doch obwohl er sowie sein Team Kawasaki Puccetti Rookies in dieser Meisterschaft waren, schraubte Teamchef Manuel Puccetti die Erwartungen schnell nach oben. Statt wie ursprünglich vorgenommen von Top-15-Platzierungen zu reden, verlangte der Italiener schon nach drei Events die Top-7.

Krummenacher fuhr in 18 WM-Läufen 13 Mal in die Punkte, in Misano glänzte er mit den Rängen 7 und 8 – seine besten Ergebnisse.

Bereits letzten April sprach Puccetti über die mögliche Fahrerpaarung für das nächste Jahr – Krummi kam in diesen Planungen nie vor. Puccetti bestreitet die Superbike-WM 2018 mit dem Türken Toprak Razgatlioglu, Randy kehrt in die Klasse zurück, in der er seinen größten sportlichen Erfolg hatte.

SPEEDWEEK.com unterhielt sich mit dem Schweizer nach seinem ersten Test auf der Yamaha R6.

Randy, in der Supersport-WM ist deutlich weniger Elektronik erlaubt, ist das eine große Umstellung für dich?

Die große Umstellung kommt für mich daher, weil es ein anderes Motorrad ist, eine 600er und keine 1000er. Ich bin überrascht, wie gut die Kit-Elektronik ist. Mit ihr kann man einen Haufen anstellen – und wir sind bei weitem noch nicht am Anschlag. Wir haben erst angefangen, mit ihr zu arbeiten.

Was Yamaha als Kit-Elektronik hat, ist etwas einfacher als eine Superbike-Elektronik – aber nicht weit davon entfernt.

Was kann dieses System weniger als eine Elektronik in der Superbike-WM?

Um das im Detail zu erklären, musst du einen Profi fragen.

Die Blipper-Funktion beim Runterschalten haben wir auch, das lässt sich für jeden Gang einstellen. Die elektronische Motorbremse lässt sich ebenfalls in jedem Gang einstellen. Auch im Ride-by-wire lässt sich pro Gang einstellen, wie die Gasannahme ist.

Der Hauptunterschied ist, dass es in der 600er-Klasse keine Traktionskontrolle gibt?

Richtig. Und das System ist allgemein ein einfacheres, als im Superbike. Dort kannst du für jede Kurve einzeln alles einstellen. In Supersport geht das nur per Gang, im jeweiligen Gang ist dann aber jede Kurve gleich.

Das ist aber auch gut so. Wenn man von Kurve zu Kurve einstellen kann, dann wird es sehr kompliziert und damit teuer.

Mir liegt das Yamaha-System sehr gut, ich bin positiv überrascht.

Wird der Fahrer wichtiger, umso einfacher die Elektronik ist?

Schwierig zu sagen, der Fahrer ist immer sehr wichtig.

Jonathan Rea hat mit der Kawasaki ein geniales Motorrad, die Elektronik ist super eingestellt, seine Leute sind sehr erfahren. Aber am Schluss ist er ein genialer Fahrer.

Ich finde generell, dass die Kosten gesenkt werden müssen, alles ist extrem teuer. Das Supersport-Reglement hat ein sehr gutes Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen. Die Rundenzeiten sind schnell und die Kosten nicht mehr so hoch.

Das neue Reglement für die Superbike-WM ist ein Riesenschritt, aber ich glaube, sie könnten noch einen Schritt machen, um die Kosten weiter zu senken.

Du hast mit dem Schweizer Yamaha-Importeur Hostettler und der Bekleidungsfirma iXS sowie dir als Fahrer ein Schweizer Paket geschnürt. Wird man das auch optisch sehen?

Nein. Teamhauptsponsor ist Bardahl Öl, deshalb wird das Motorrad gelb-schwarz sein. Das Design wird old-school, wie es Yamaha mit Kenny Roberts hatte.

Yamaha und iXS werden aber sicher sehr präsent sein.

Für gewisse Rennen wird es ein Spezialdesign in anderen Farben geben.

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