Julian Puffe (20): «Es sind viele Fehler passiert»

Von Ivo Schützbach
Superstock 1000
Julian und Daniel Puffe

Julian und Daniel Puffe

Julian Puffe fährt kommende Saison für Agro-On Benjan Kawasaki sein erstes Jahr im Superstock-1000-Cup. Mit SPEEDWEEK.com sprach er über seine Pläne, Ziele und Selbsteinschätzung.

Mitte Januar verkündete Julian Puffe seine Pläne für kommende Saison: Der 20-jährige Schleizer hat bei Agro-On Benjan Kawasaki unterschrieben und wird Superstock-1000-Cup fahren. Der Cup stellte sich für ihn als günstiger heraus, als ein Start in der Supersport-WM.

Dein Fernziel ist die Superbike-WM. Glaubst du, dass der Superstock-1000-Cup dafür das bessere Sprungbrett ist als die Supersport-WM, fragte SPEEDWEEK.com.

«Schwer zu sagen, ich halte die Chancen für ziemlich gleich», so Puffe. «Wer gut ist in einer dieser beiden Klassen, kann aufsteigen. Ich glaube aber, dass man nach dem Superstock-1000-Cup vom Niveau her besser ist, weil man schon ein Stück mit dem Motorrad gefahren ist. Die Vorbereitung ist dahingehend besser als in der Supersport-WM mit den 600er-Motorrädern.

«Wir haben immer gesagt, dass es wegen meiner Körpergröße von 185 cm irgendwann Richtung 1000er gehen wird, also wagen wir den Schritt jetzt. Ich bin jung und kann noch viel lernen. Wäre ich noch zwei Jahre Supersport gefahren, würde ich das alles erst in zwei Jahren anfangen. Umso früher desto besser, denke ich.»

Weit zurückgeworfen

Die letzten beiden Jahre sammelte Julian Puffe in der Superstock-600-EM internationale Erfahrung. 2015 lag er nach drei Rennen auf dem fünften Gesamtrang, nach einem Trainingssturz in Misano musste er in Imola pausieren, danach kam der 20-Jährige nicht mehr richtig in Tritt – nur Gesamtrang 17.

«Der Sturz hat mich weit zurückgeworfen», sagt der Schleizer. «In Portimao saß ich wieder auf dem Motorrad und konnte gleich in die Punkte fahren. Dann funktionierten viele Sachen im Team nicht, wir haben das Fahrwerk von WP auf Öhlins umgestellt. Wir haben lange Zeit gebraucht, bis wir in Schwung kamen. Wir hatten auch viele technische Probleme. In Jerez war ich wieder an meinem ehemaligen Niveau angekommen, ich konnte im Zeittraining auf Platz 8 fahren. Mit einer Zeit, die über 2,5 sec schneller war als meine Zeit im Jahr davor. Im Rennen hatten wir dann ein Elektronikproblem, dasselbe in Magny-Cours. Dann kamen Stürze dazu, in drei Rennen lief alles schief, was schief laufen konnte. Es war an der Zeit das Team zu wechseln und 2016 etwas anderes auszuprobieren. Es sind zu viele Fehler passiert, die nicht hätten passieren sollen.»

Was traust du dir an der Seite von Bryan Staring und David McFadden zu?

«Ich bin froh, Teamkollegen mit viel Erfahrung zu haben. Von ihnen kann ich viel lernen, ich bekomme auch Einblick in ihre Daten. Dann kann ich hoffentlich schnell einen sportlichen Sprung machen. Mein Ziel sind aber trotz allem die Punkteränge, da möchte ich auf jeden Fall hinkommen.»

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