MotoGP: Abfuhr als Befreiungsschlag?

Marc Moser muss sich mit den falschen Reifen quälen

Von Ivo Schützbach
«Ich würde gerne Superbike-WM fahren, aber dafür müssen meine Leistungen stimmen», weiß Marc Moser. Der 23-Jährige glaubt, dass er mit anderen Reifen im Superstock-1000-Cup deutlich weiter vorne wäre.

Bei seinem Gaststart in der IDM Superbike Ende Juli fuhr Marc Moser mit seiner Superstock-Ducati auf die Ränge 3 und 1. Viele fragten sich: Wieso kam der schnelle Hesse in fünf Läufen des Superstock-1000-Cups in diesem Jahr nur zweimal in die Punkte und liegt auf dem enttäuschenden 25. Gesamtrang, obwohl er so fahren kann von Ducati feinstes Werksmaterial zur Verfügung hat?

Der BWL-Student hat eine Theorie: «In der IDM wird mit Slicks gefahren, wie auch in der Superbike-WM. Mir gefallen die geschnittenen Reifen im Superstock-1000-Cup absolut nicht, ich glaube nicht, dass ich das Maximum aus den Reifen herausholen kann. Weil ich so einen vorderradlastigen Fahrstil habe, brauche ich einen Reifen, der am Vorderrad viel Grip bietet. Dann kann ich mehr aus mir und dem Motorrad herausholen.»

Du glaubst, dass du mit den Slicks der Superbikes besser zurechtkommen würdest? «Auf jeden Fall», versichert Moser. «Das habe ich ja in Schleiz gesehen. Es ist nicht alltäglich, dass man mit der Superstock-Maschine die Superbikes schlägt, aber Schleiz ist auch keine Strecke, wo es auf die Motorleistung ankommt. Deshalb hatten die Superbikes kaum Vorteile.»

Über einen Klassenwechsel denkst du nicht nach? «Das wäre schön, aber wo soll ich in der Superbike-WM fahren? In Superstock habe ich mich nicht etabliert. Bei den Superbikes gäbe es Möglichkeiten, die mich aber nicht wirklich weiterbringen würden. Ich würde gerne Superbike-WM fahren, aber dafür müssen meine Leistungen stimmen – ich arbeite daran.»

Der Superstock-1000-Cup hat von Mitte Juni bis Mitte September Sommerpause. Nach dem IDM-Lauf in Schleiz testete Moser auf dem Lausitzring, um sich für sein Heimrennen am 18. September vorzubereiten: «Während des Tests ging es darum, dass ich mit den Reifen, die mir nicht so gut gefallen, wieder reinkomme. Das hat ganz gut funktioniert, ich fuhr flotte Zeiten und habe viel mit der Motorbremse experimentiert.»

Kommendes Wochenende bestreitet der 23-Jährige einen Lauf zur Italienischen Superbike-Meisterschaft in Mugello.

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