Speedway: Trauer um Andrey Kudryashov

Bergrennen Landshaag: «Neue Helden» braucht das Land

Von Helmut Ohner
Streckenrekordhalter Andreas Gangl braucht eine Auszeit und Wolfgang Gammer sowie Toni Rechberger haben ihren Helm an den Nagel gehängt, die Schlagzeilen gehören heuer in Landshaag anderen Piloten.

Andreas Gangl, Wolfgang Gammer und Toni Rechberger beherrschten in den letzten Jahren beim Bergrennen von Landshaag nach St. Martin mit ihren herausragenden Leistungen die Schlagzeilen. Während Gammer und Rechberger ihre Karrieren als beendet sehen, muss Streckenrekordhalter Gangl die Veranstaltung aus der Zuschauerperspektive verfolgen, weil eine noch nicht ausgeheilte Verletzung keinen Start zulässt.

Die Motorsportfans, die alljährlich aus Nah und Fern zu tausenden in die beschauliche Gemeinde im Mühlviertel pilgern, brauchen dieses Jahr demzufolge einen «neuen Helden», der dem seit 1979 vom MSC Rottenegg vorbildlich organisierten Rennen, bei dem Geschwindigkeiten erreicht werden, die es auf keiner anderen Bergrennstrecke in Europa gibt, seinen Stempel aufdrückt.

Unter den 304 Namen auf der Nennliste finden sich nicht nur drei flotte Amazonen, sondern auch Manuel Schleindlhuber, dem aus österreichischer Sicht am ehesten zugetraut wird, dass er sich in die lange Liste der Gesamtsieger, in der sich auch zweimal sein Vater Helmut befindet, eintragen kann. 2013 gewann der 40-jährige Niederösterreicher bereits die Superbike-Klasse, nur ein Tagessieg fehlt noch in seiner Erfolgsbilanz.

Er wird allerdings auf härteste Konkurrenz treffen, allen voran auf die mehrfachen italienischen Berg-Europameister Maurizio Bottalico und Stefano Bonetti, die sich auch auf der Isle of Man einen Namen gemacht haben. Auch Jean Luc David – auch er zweifacher Berg-Europameister – darf man in dieser Betrachtung nicht außer Acht lassen, auch wenn der Franzose in der Vergangenheit mit der 3620 Meter langen Strecke etwas fremdelte.

Neben den Läufen zur Berg-EM und der österreichischen Berg-Meisterschaft wird der «KTM Duke Battle» am 20. und 21. April für Aufsehen und Spektakel sorgen. 23 Fahrer, die von KTM Braumandl mit Rat und Tat unterstützt werden, wollen Titelverteidiger Andreas Burgschachner den größten Pokal für diese Kategorie streitig machen.

Zeitplan
Training:
20. April 2024 von 12:00 bis 17.00 Uhr
21. April 2024 von 08.30 bis 11.00 Uhr
Rennen:
21. April 2024 ab 12.00 Uhr

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