Eilers/Freund wollen einstellige IDM-Platzierung

Von Rudi Hagen
Strassensport Sonstiges
Dieter Eilers / Achim Freund - RSR Suzuki

Dieter Eilers / Achim Freund - RSR Suzuki

Generalprobe missglückt: Für Dieter Eilers/Achim Freund verlief die Generalprobe für den IDM-Saisonstart wenig erfreulich.

Dieter Eilers (Wiesmoor) und Beifahrer Achim Freund (Wächtersbach) wollten an Ostern in Assen ihre Suzuki für den ersten IDM-Sidecarlauf am 26. April auf dem EuroSpeedway Lausitz testen. Mit mäßigem Erfolg. Schon im morgendlichen Warm Up musste das niedersächsisch-hessische Doppel nach nur einer Runde ins Fahrerlager zurückkehren. «Das Kühlwasser war viel zu heiss», klagte Dieter Eilers. Fieberhaft arbeitete das Team anschließend, um den Fehler zu beheben. «Wir haben eine neue Wasserpumpe eingebaut, denn die alte war festgelaufen.»

Im Rennen konnten die IDM-Achtzehnten der Vorsaison (sie fuhren nur ganze zwei Mal in die Punkteränge, da sich Beifahrer Freund früh in der Saison am Kahnbein verletzte) dann anfangs gut aufholen, bogen aber in Runde fünf wieder in die Boxen ab und gaben auf. «Das Ding lief wieder heiss, da wollten wir den Motor nicht kaputt machen“, maulte Eilers anschliessend, «wahrscheinlich war die Pumpe nicht gut entlüftet. Es musste ja auch alles so schnell gehen.»

Hier sieht Dieter Eilers auch den Nachteil echter Amateure, wie sie es nach eigenen Aussagen nun mal sind. Der DEKRA-Mitarbeiter ist zwar selbst ein Top-Mechaniker, «aber wenn ich hier in der Mittagspause auf dem Rücken am Boden liegend mein eigenes Motorrad reparieren muss, anstatt mich auf der Liege für das Rennen auszuruhen, dann ist es kein Wunder, wenn Leute mit mehr finanziellem Background weiter nach vorne fahren.»

«Natürlich macht das Geld auch in unserer Klasse eine Menge aus. Bei den Motoren ist das nicht mehr das Ding, denn alle müssen jetzt Standardmotoren fahren. Die Elektronik, die Airbox und den Auspuff kann man zwar frei wählen, aber das Data-Recording macht so unglaublich viel aus. Aber wenn du so einen Spezialisten anstellen willst, musst du auch eine Menge Kohle hinlegen. Der sagt dir dann aber sofort, wo die Schwächen und wo die Stärken des Motorrades liegen, das bringt dich natürlich weiter. Und dann ist es auch eine Frage des Geldes, wer dir dein Motorrad vorbereitet. Wenn ich in der Woche von der Arbeit nach Hause komme, gehe ich nach dem Essen in die Werkstatt und fange an zu werkeln. Müsste ich das nicht, könnte ich schön ins Fitness-Studio gehen und mich dort körperlich optimaler auf die Rennen vorbereiten. So viel zum Geld in unserem Sport!»

Für die IDM Sidecar 2009, welches das wohl leistungsmässig stärkste Starterfeld der vergangenen Jahre aufweist, erwartet Eilers den dreifachen Weltmeister (2005 bis 2007) und Vizeweltmeister von 2008, Tim Reeves mit Beifahrer Patrick Farrance (beide GB) ganz vorne. «Aber auch die Schweizer Markus Schlosser und Adolf Hänni haben gute Chancen. Uns selbst schätze ich stark genug für die Plätze vier bis acht ein!»

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