SKM-Boss: «Unsere Kawasaki fuhren noch keinen Meter»

Von Esther Babel
Supersport-WM 300
Die von SKM getunten Kawasaki Ninja 400 wollen endlich ausgefahren werden

Die von SKM getunten Kawasaki Ninja 400 wollen endlich ausgefahren werden

In der Supersport-WM 300 arbeitet der Grevener Tuningbetrieb «SKM» mit dem niederländischen Team RT Motorsport zusammen. Wegen der Corna-Pandemie sahen die aufgebauten Kawasaki Ninja 400 noch keine Rennstrecke.

Frank Krekeler, der einen Tuningbetrieb in Greven/Nordrhein-Westfalen sein Eigen nennt, hatte das Ende des Corona-Shutdowns zu einem Besuch beim Friseur seines Vertrauens genutzt und zeigte sich frisch gestylt im Live-Stream mit IDM-Kommentator Eddie Mielke. «Das ist schon mal safe», erklärte er dann auch im Interview. «Rennsport findet allerdings nicht statt und das ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Rennteams, aber eben auch hier in unserer Tuningfirma. Aber es nicht schlimmer geworden, als ich vorher gedacht hatte. Es ist noch Nachfrage da und das Geschäft geht weiter. Die Leute sind trotz allem motiviert. Wenn ich es richtig gedeutet habe, hatten wir nicht die restriktiven Ausgangssperren wie zum Beispiel in Sachsen.»

«Wir haben allerdings auch gleich den Kreis Coesfeld nebenan», beschreibt Krekeler die Lage direkt neben einem der Corona-Hot-Spots. «Man sieht, die Latte ist noch nicht durch. Aber wir sind alle gesund und haben zu tun. Wir hoffen, dass sich alles weiter entspannt und wir das machen können, wo wir am meisten Spaß dran haben.»

Krekeler ist in Sachen Supersport 300 hauptsächlich im deutsch-niederländischen Kawasaki-Team RT Motorsports by SKM engagiert. Drei IDM-Rennen würden für einen neuen Titelträger 2020 reichen. Doch mit einem Auge wacht Krekeler auch über die Geschehnisse in der WM, denn auch da hat er das eine oder andere Eisen im Feuer. «Ich habe das mit meinem Partner Rob Vennegoor intensiv besprochen. Die Stimmung geht nach oben und die Aussagen konkretisieren sich. Man hört von den ersten Trackdays, die jetzt stattgefunden haben.»

Zur Info: In der Weltmeisterschaft bietet das deutsch-niederländische Bündnis die Piloten Tom Booth, Dorren Loureiro, Tom Bramich, Dino Iozzo und Nick Kalinin auf.

Neben dem Kontakt zur IDM-Organisation steht auch die Leitung zu WM-Promoter Dorna. In beiden Serien werden die Rennen wohl ohne Zuschauer ausgetragen. «Es sieht jetzt alles ein bisschen nach Geisterrennen aus», bestätigt auch Krekeler. «Mittlerweile kann ich mir sogar vorstellen, dass das funktioniert, sicher bin ich mir ehrlich gesagt noch nicht, aber die Hoffnung stirbt zuletzt und wir würden uns freuen, wenn es endlich losgeht.»

Frank Krekeler selber ist seit 1996 im Rennsport unterwegs, damals im inzwischen eingestellten Yamaha-Cup. SKM Compagnon Peter Sluka gab Gas und Krekeler schraubte. «Mein Ding war das nicht», verrät er, «da die Knochen hinzuhalten. Ich sah meine Aufgabe ganz klar in der Technik. Ich habe es auch auf der Strecke versucht, aber für internationale Meisterschaften hat das Talent nicht gereicht. Ich habe dann viele Fahrer begleitet und auch vier Jahre bei Yamaha Deutschland gearbeitet.»

Jetzt eben die Kooperation mit Rob Vennegoor, der sich laut Krekeler vor allem durch sein super Organisationstalent auszeichnet, was weniger sein Steckenpferd ist. Mit WM und IDM haben die beiden ganze zehn Fahrer am Start. Fünf pro Meisterschaft. «Das war letztes Jahr schon am Limit unserer Leistungsfähigkeit», schildert er. «Aber wir haben es hingekriegt. Für dieses Jahr hatten wir extra zwei Teamstrukturen aufgebaut. Das muss man jetzt mal sehen, wie die Saison noch verläuft.» Getestet wurden die Motorräder allerdings noch keinen Meter. Vorher kam der Lockdown.

Für die WM haben alle Fahrer wieder unterschrieben, in der IDM vier von fünf. Lediglich Walid Khan wählte einen anderen Weg. «Da müssen wir wohl was richtig gemacht haben», glaubt Krekeler.

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