Formel 1: Ein selten kurioser Unfall

Eli Tomac (Yamaha/P6): Schadensbegrenzung nach Crash

Von Thoralf Abgarjan
Nach einem heftigen Abflug im 3. Rennen fiel Tabellenführer Eli Tomac (Yamaha) zurück und hatte dabei noch Glück, dass er sich nicht schwerer verletzt hatte und weiterfahren konnte. In der Tabelle bleibt er trotzdem vorn

Die dritte Runde der US-Supercrossmeisterschaften in Anaheim (Kalifornien) verlief für Eli Tomac (Yamaha) von Anfang an nicht nach Plan. Er endete in einer Beinahe-Katastrophe, denn sein Crash im dritten Finale hätte böse enden können. Mit P13 konnte der Tabellenführer am Ende nur noch Schadensbegrenzung betreiben.

Das Zeittraining beendete der Titelverteidiger mit knapp einer Sekunde Rückstand zu Polesetter Chase Sexton auf Rang 4. Nach mäßigen Starts in den beiden ersten Rennen kämpfte er sich auf Rang 3 und Rang 2 nach vorne. Vor dem entscheidenden dritten Finale hatte er wie Ken Roczen 5 Punkte und lag mit dem Deutschen gleichauf an der Spitze. Roczen und Tomac starteten direkt nebeneinander. Der Deutsche wurde auf der Startgerade von Tomac und Anderson in die Zange genommen. Tomac rangierte hinter Anderson, Sexton und Webb auf Rang 4 und hatte Cooper Webb ins Visier genommen.

Tomac zeigte Webb bereits sein Vorderrad. Im Bereich der Whoops war Tomac deutlich schneller. Webb musste in Dreifachkombinationen über die Whoops springen (was Roczen später auch tat), während Tomac wie eine Rakete durch die Whoops rattern konnte. In der nachfolgenden Rechtskehre wollte Tomac Speed aufbauen, um das entscheidende Überholmanöver auszuführen, doch er nahm den folgenden Dreifachsprung zu weit außen im falschen Winkel, landete auf der Streckenbegrenzung und flog kopfüber ab.

Der Crash erinnerte an den Sturz von Malcolm Stewart, der vor einer Woche in San Diego ebenfalls auf dem Tuff Block landete und heftig abflog. Tomac hielt sich den Arm. Sein Helmschild war beschädigt. Er setzte das Rennen fort, aber mehr als P13 war nicht drin. Sein 3-2-13-Ergebnis reichte am Ende noch für Gesamtrang 6.

Chase Sexton (Honda) verbesserte sich durch seinen Sieg auf Tabellenrang 2 und kam bis auf 4 Punkte an Tomac heran.

Ergebnis Anaheim 2, 450 ccm:

1. Chase Sexton (USA), Honda, 1-5-1
2. Jason Anderson (USA), Kawasaki, 5-1-3
3. Ken Roczen (D), Suzuki, 2-3-4
4. Cooper Webb (USA), KTM, 7-4-2
5. Dylan Ferrandis (F), Yamaha, 4-6-5
6. Eli Tomac (USA), Yamaha, 3-2-13
7. Aaron Plessinger (USA), KTM, 8-7-7
8. Justin Barcia (USA), GASGAS, 11-8-6
9. Adam Cianciarulo (USA), Kawasaki, 6-11-8
10. Joey Savatgy (USA), Kawasaki, 10,9-9

Meisterschaftsstand nach Lauf 3 von 17:

1. Eli Tomac (USA), Yamaha, 69
2. Chase Sexton (USA), Honda, 65, (-4)
3. Cooper Webb (USA), KTM, 65, (-4)
4. Ken Roczen (D), Suzuki, 58, (-11)
5. Jason Anderson (USA), Kawasaki, 55, (-14)
6. Dylan Ferrandis (F), Yamaha, 54, (-15)
7. Justin Barcia (USA), GASGAS, 48, (-21)
8. Aaron Plessinger (USA), KTM, 45, (-24)
9. Adam Cianciarulo (USA), Kawasaki, 43, (-26)
10. Colt Nichols (USA), Honda, 39, (-30)


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