NW200: Fünfter Superbike-Sieg für Glenn Irwin (Honda)

Von Helmut Ohner
Glenn Irwin ist auf einer Superbike nicht zu biegen

Glenn Irwin ist auf einer Superbike nicht zu biegen

Glenn Irwin ist der König der Superbike-Kategorie. Zum fünften Mal in Folge ist er der umjubelte Sieger beim North West 200. Lukas Maurer, Julian Trummer und Olivier Lupberger überzeugen mit den Rängen 16, 20 und 29

Viel Zeit bleibt einigen Piloten nicht, um sich nach dem körperlich und mental anstrengenden Supersport-Rennen zu erholen. Nach wenigen Minuten, in denen sie sich kurz ein paar Bissen und einige Schluck gönnen können, müssen sie sich schon für den ersten Höhepunkt des Tages – dem ersten Lauf der Superbike-Kategorie – bereitmachen.

Mit Glenn Irwin, Peter Hickman und Richard Cooper ist die erste Startreihe hochkarätig besetzt, dahinter lauern Dean Harrison, Michael Dunlop und Davey Todd auf ihre Chance. Bis zu Platz 12 kann jeder der Fahrer gewinnen. Gespannt darf man auch sein wie sich die beiden Schweizer Lukas Maurer und Olivier Lupberger und der Österreicher Julian Trummer aus der Affäre ziehen.

Von der Pole-Position kann sich Irwin vor Todd und Cooper an die erste Stelle setzen. Mit einem Fehler in der Bremszone zum University-Corner – er muss in den Notausgang – hat sich Hickman, der die vierte Position vor Harrison übernommen hatte, das Rennen ruiniert. Josh Brookes mit der Werks-Ducati ist hinter Dunlop und Conor Cummins an der siebenten Stelle.

Die Werks-Honda von Irwin läuft auf der langen Geraden dermaßen gut, dass Todd mit seiner privaten Honda kaum den Windschatten halten kann. Mit viel Risiko am Kurveneingang kann Todd die Lücke immer wieder schließen. Die beiden enteilen ihren Kontrahenten. An der dritten Stelle folgt Cooper, der Harrison auf Distanz halten kann. Brooks, Ian Hutchinson und Alastair Seeley liegen weit zurück. Maurer ist 20. Trummer 24. und Lupberger 39.

Irwin und Todd treiben sich zu Rekordrunden. Zuerst unterbietet Irwin mit 4:21,395 den Rekord von Dunlop, Todd kontert mit einer 4:21,1193. Auch Cooper bleibt mit 4:21,616 unter der alten Bestmarke. Mit einer 4:20,685 findet Cooper den Anschluss an die beiden Streithähne an der Front. Harrison fährt an der vierten Stelle ein einsames Rennen. Brookes, Seeley und Cummins streiten sich um die Plätze 5, 6 und 7.

In der vierten von sechs Runden fällt die 4:20-Minuten-Schallmauer. Irwin steigert sich auf eine 4:19,451, auch Todd bleibt unter der magischen Marke. Cooper kann das Tempo nicht mehr mitgehen. Während es zwischen den Honda-Fahrern um den Sieg geht, fährt sich Hickman in einen wahren Rausch. Mit 4:18,753 ist er nicht nur der schnellste Mann auf der Strecke, nur um kurz darauf das Rennen mit einem Defekt zu beenden.

Im letzten Umlauf wird es an der Spitze nochmals spannend. Todd klebt am Hinterrad von Irwin und übernimmt in der Magherabuoy-Schikane das Kommando, aber Irwin kontert in Portrush und kann die Führung bis zur Ziellinie verteidigen. Irwin hat damit auf drei verschiedenen Marken die letzten fünf Superbike-Rennen gewonnen. Der dritte Platz geht an Cooper vor Brookes, Seeley, Cummins und James Hillier. John McGuinness wird Elfter.

Ein feines Resultat liefert Lukas Maurer als 16. Ab. Julian Trummer kämpft als Newcomer gegen Adam McLean und Joey Thompson, denen eine große Zukunft im Road Racing vorhergesagt wird. Er überquert als 20. den Zielstrich. Olivier Lupberger kommt als 29. ins Ziel

Ergebnis Superbike 1
1. Glenn Irwin (GB), Honda. 2. Davey Todd (GB), Honda, 0,252 sec zur. 3. Richard Cooper (GB), Suzuki, +11,491. 4. Josh Brookes (AUS), Ducati. 5. Alastair Seeley (NI), Yamaha. 6. Conor Cummins (GBM), Honda. 7. James Hillier (GB), Yamaha. 8. Michael Rutter (GB), BMW. 9. Ian Hutchinson (GB), BMW. 10. Nathan Harrison (GBM), Honda. Ferner: 11. John McGuinness (GB), Honda. 16. Lukas Maurer (CH), Kawasaki. 20. Julian Trummer (A), BMW. 29. Olivier Lupberger (CH), Kawasaki. Schnellste Runde. Peter Hickman (GB), BMW in4:18,753 min.

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