MotoGP: Das hatte Ducati anders geplant

TT2024: Die Michael-Dunlop-Festspiele gehen weiter

Von Helmut Ohner
Michael Dunlop (Yamaha) auf dem Weg zu TT-Sieg Nummer 28

Michael Dunlop (Yamaha) auf dem Weg zu TT-Sieg Nummer 28

Michael Dunlop ist in einer beneidenswerten Form. Der Nordire gewinnt auch das zweite Rennen der Supersport-Klasse vor Dean Harrison und Davey Todd. Der Österreicher Julian Trummer belegt den 22. Rang.

Der letzte Tag der Tourist Trophy 2024 ist angebrochen oder wie es auf der Isle of Man heißt, es ist «Senior Race Day». Auf einige Aktive warten gleich drei Rennen mit gesamt acht Runden auf dem berühmt berüchtigten Snaefell Mountain Course. Sollten die gesamte Renndistanz absolviert werden, wären es 485,8 Kilometer auf Landstraßen, das entspricht der Strecke von Berlin nach Dortmund, mit einem Schnitt jenseits der 200 km/h.

Den Anfang macht die Supersport-Kategorie. Das erste Rennen wurde am Samstag eine Beute von Michael Dunlop. Der Nordire, der nach dem ersten Training seien Triumph auf die Seite gestellt und sich für die Yamaha aus dem Vorjahr entschieden hatte, egalisierte den Rekord von 26 TT-Siegen seines Onkels Joey Dunlop. Der zweite Platz ging an Davey Todd mit der Ducati Panigale, der Dean Harrison (Honda) hinter sich lassen konnte. Mitfavorit Peter Hickman (Triumph) hat nach seinem enttäuschenden neunten Platz einiges gutzumachen.

Weil die Veranstaltung dieses Jahr allerdings wettertechnisch unter einem schlechten Stern steht, muss der Start erneut verschoben werden, weil es bis zum späten Vormittag an einigen Stellen geregnet hatte. Anstatt um 11.30 Uhr MESZ wird Paul Jordan (Honda) erst um 14.00 Uhr MESZ ins von vier auf zwei Runden verkürzten Rennens geschickt. Auch sein österreichischer Jackson-Racing-Team-Kollege Julian Trummer steht an der Startlinie.

Michael Dunlop eine halbe Sekunde vor Davey Todd lautet bei Glen Helen die Reihenfolge der Top-2, James Hillier (Kawasaki) und Dean Harrison haben noch nicht einmal eine Sekunde auf den Führenden verloren. Hickman als Fünfter liegt dagegen bereits vier Sekunden zurück. Jamie Coward (Triumph), Mike Browne (Yamaha), James Hind (Suzuki) und Michael Evans (Triumph) haben nur einen weiteren Wimpernschlag verloren.

Wenn es zum ersten Mal Richtung Mountain Mile geht hat Dunlop seinen Vorsprung auf Todd auf 1,5 Sekunden ausgebaut, Harrison hält weitere zwei Sekunden zurück die dritte Position. Hickman hat Coward zeitmäßig hinter sich gelassen und liegt nur noch eine halbe Sekunde hinter Hillier an der fünften Stelle. Für Dominic Herbertson, dem Dritten des Supertwin-Rennens, ist das Rennen noch in der ersten Runde zu Ende.

An der Führung ist nach den ersten 60,725 Kilometern nichts zu rütteln, Dunlop beendet seine erste Runde in einer Zeit von 17:46,242 Minuten. Harrison hat sich an die zweite Stelle gesetzt und liegt nicht einmal eine Sekunde zurück. Todd, der Hickman auf Distanz halten kann, ist im Kampf um den Sieg auch noch nicht aus dem Rennen, sein Rückstand beträgt lediglich 2,2 Sekunden. Für Trummer läuft es nicht wirklich, er ist nur 30.

Dunlop, der seit 2022 jedes Supersport-Rennen gewinnen konnte, scheint den Atem von Harrison zu spüren, bis Glen Helen findet er fast eine Sekunde auf seinen ersten Verfolger, bei Ramsey Hairpin sind es bereits 4,6 Sekunden. Todd kann seinen Rückstand auf Harrison geringfügig verkürzen. Etwas mehr als 15 Kilometer hat er noch Zeit, um ihn noch abzufangen und die Reihenfolge des ersten Laufes zu wiederholen.

Mickey D, der absolut Liebling der Zuschauer hat den Job, den man von ihm erwartet hatte, in Style erledigt und lässt sich den Sieg nicht mehr nehmen. Harrison mit Bestzeit im letzten Sektor kann Todd auf Distanz halten. Ducati muss ein weiteres Jahr auf einen TT-Sieg warten. Überraschenderweise holt sich Coward vor Hickman den vierten Platz. Trummer kommt etwas zu spät in Schwung, verbessert sich aber noch auf Rang 22.

Ergebnis, Supersport-TT 2
1. Michael Dunlop (GB), Yamaha. 2. Dean Harrison (GB), Honda, 3,889 sec zur. 3. Davey Todd (GB), Ducati, +6,232 sec. 4. James Coward (Triumph). 5. Peter Hickman (GB), Triumph. 6. James Hillier (GB), Kawasaki. 7. Mike Browne (IRL), Yamaha. 8. Paul Jordan (GB), Honda. 9. Michael Evans (GBM), Triumph). 10. Josh Brookes (AUS), Yamaha. Ferner: 22. Julian Trummer (A), Honda.

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