Sébastien Ogier: «Alles begann in Mexiko»

Von Toni Hoffmann
WRC

Vor zehn Jahren gab Sébastien Ogier in Mexiko seinen Einstand in der Rallye-Weltmeisterschaft, zehn Jahre später ist er fünfmaliger Weltmeister und hat seitdem 41 Rallyes gewonnen.

Zehn Jahre nach seiner WM-Premiere mit dem Sieg in der Junior-Wertung im Citroën C2 bei der Rallye Mexiko 2008 möchte Sébastien Ogier im Ford Fiesta WRC bei der am höchsten ausgetragenen WM-Rallye wieder zurück an den Tabellengipfel, den er in Schweden dem Hyundai-Piloten Thierry Neuville überlassen musste. Nach Mexiko möchte er mit seinem angepeilten vierten Mittelamerika-Sieg wieder die Tabelle anführen.

«Es ist immer ein besonderes Gefühl, wenn ich nach Mexiko zurückkehre, denn dort hat vor zehn Jahren alles angefangen», sagt der WM-Zweite Ogier. «Dort haben wir an unserer ersten Rallye in der Weltmeisterschaft teilgenommen und die Junior-Wertung gewonnen. Seitdem haben wir dort einige Podestplätze und Siege auf höchstem Niveau geholt, was beweist, dass ich die Rallye Mexiko mag. Deshalb werden wir an diesem Wochenende unser Bestes geben, um die Lovestory’ in einer unglaublichen Atmosphäre fortzuschreiben.»

Nach zwei Rallyes unter winterlichen Bedingungen kehrt die Meisterschaft wieder zu mehr oder weniger normalen Temperaturen zurück. Die Rallye Mexiko hat ihr eigenes Charakteristikum. Sie führt teilweise auf eine Höhe von 2.700 Meter. Hier ist die Kunst der Ingenieure gefragt.

«Diese Rallye hat ihren eigenen Charakter, der sie sehr von anderen Rallyes unterscheidet. Sie führt höher als die anderen Rallyes und der Sauerstoffmangel führt zu einem Leistungsverlust. Diese Bedingungen mit den hohen Temperaturen kann man aber unmöglich in Europa reproduzieren. Dies bedeutet, unsere Ingenieure müssen mehr als sonst in den Klimakammern arbeiten», führte Ogier an.

Wie im letzten Jahr, damals hinter Jari-Matti Latvala im Toyota Yaris WRC, wird Ogier auch diesmal als zweiter Fahrer, nun hinter Thierry Neuville im Hyundai i20 Coupé WRC, auf die mexikanischen Schotterpisten müssen und mithelfen, die Strecken zu säubern. 2017 wurde er hinter Kris Meeke (Citroën) Zweiter.

«Der Staub und der Schotter sind auch eine große Herausforderung für die ersten Teilnehmer. Hinter uns folgen viele schnelle Fahrer», ergänzte Ogier. «Wir müssen versuchen, am Freitagmorgen den Anschluss an die Spitze zu halten. Dann sollte es uns gelingen, anzugreifen und das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.»

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