WRC

Die «Eisspione» sind bei der ‚Monte’ sehr wichtig

Von Toni Hoffmann - 20.01.2020 10:56

Den so genannten «Eisspionen», Info-Teams für die Teilnehmer, kommt gerade bei der Rallye Monte Carlo mit den oft wechselnden Bedingungen eine sehr wichtige Funktion zu.

Die so genannten «Eisspione» sind die Crews, die zwei Stunden vor dem Feld starten und dort die neusten Informationen über die aktuellen Streckenbedingungen notieren und diese umgehend an ihre Teams zur Aufnahme in die Streckennoten weitergeben. Sie werden deswegen Eisspione genannt, weil es gerade bei der Rallye Monte Carlo etliche Änderungen bei den Streckenverhältnissen, und sehr oft Eisflächen, aktuell zwei Stunden vor dem Start gibt. Sie erkunden quasi die genauen Stellen mit Eisflächen. Diese übermittelten Änderungen werden umgehend in die Streckennoten der jeweiligen Prüfungen aufgenommen. Sie können auch die wichtige Reifenwahl beeinflussen. Diese Änderungen können somit auch über Sieg und Niederlage entscheiden. Bei der Rallye Monte Carlo bestimmt dennoch das Risiko, dass sich die Streckenbedingungen schnell ändern können.

Die Werksteams setzen dabei oft erfahrene Fahrer, teil auch ehemalige Profis wegen der Erfahrung ein.

Der amtierende Weltmeister Ott Tänak vertraut seinem estischen Landsmann Martin Kangur. Sein Hyundai-Teamkollege Thierry Neuville setzt fast wie immer auf die Erfahrung von Bruno Thiry. Sébastien Loeb lässt sich wieder von Patrick Magaud informieren. Sébastien Ogier schickt erneut Simon Jean Joseph auf die Piste. Bei Elfyn Evans ist wieder sein Vater Gwyndaf Evans im Einsatz. Kalle Rovanperä hat sich die Dienste des sehr erfahrenen Mikko Hirvonen gesichert. Teemu Suninen wartet auf die Informationen von Juuso Pykalisto, sein Teampartner Esapekka Lappi lässt Mikko Heikkila notieren. Oliver Solberg hat seiner ersten Rallye Monte Carlo mit Bryan Bouffier und Denis Giraudet ein sehr erfahrenes Team im Einsatz.

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