Ogier: «Die Rallye hätte nicht stattfinden dürfen»

Von Toni Hoffmann
WRC
Kritik von Mexiko-Sieger Sébastien Ogier

Kritik von Mexiko-Sieger Sébastien Ogier

Sébastien Ogier gewinnt als Rekord zum sechsten Mal die Rallye Mexiko und übernimmt mit seinem ersten Saisonsieg im Toyota Yaris WRC die Tabellenführung vor dem Teamkollegen Elfyn Evans.

Die besondere Beziehung zwischen Sébastien Ogier und Julien Ingrassia mit der Rallye Mexiko hat sich fortgesetzt. Sie erzielten im Yaris WRC ihren ersten Sieg im  Team von Toyota Gazoo Racing. Sie führten ab Freitagmorgen und verteidigten ihre Führung bis zum 48. Gesamtsieg.

Angesichts der zunehmenden Reisebeschränkungen aufgrund der globalen Coronavirus-Pandemie wurde die Rallye einen Tag früher als geplant beendet, damit alle nach Hause reisen konnten. Damit wurde der Sieg von Sébastien Ogier und Julien Ingrassia schon am Samstagabend bestätigt. Mit ihrem sechsten Sieg bei der Rallye (ihrem siebten, einschließlich ihres ersten in der Juniorenmeisterschaft) erreichte das französische Paar den Rekord bei dieser Rallye. Damit übernahm Ogier auch die Führung in der Gesamtwertung.

Sébastien Ogier: «Unsere ‚Love Story’ mit Mexiko geht weiter, zwölf Jahre nach unserem Debüt hier, aber angesichts der Umstände unterscheidet sich dieser Sieg sehr von allen anderen. Für mich hätte diese Rallye nicht stattfinden dürfen. Nichts ist wichtiger als Menschenleben und meine Angst am Wochenende war, dass wir unsere mexikanischen Freunde in Gefahr bringen könnten. Es tut mir leid, dass wir nicht einige Zeit mit den Fans verbringen konnten, die hier immer so warmherzig sind. Aber die Umstände erlaubten es nicht.»

Ogier weiter: «Aus sportlicher Sicht war dies ein gutes Wochenende für uns. Als klar war, dass die Rallye stattfinden würde, mussten wir uns auf den Sport konzentrieren und es gelang uns, zwei gute Tage gehabt zu haben. Herzlichen Glückwunsch an das gesamte Team, denn die drei Autos waren fehlerfrei, was unter so schwierigen Bedingungen immer eine Leistung ist. Trotz aller Schwierigkeiten bei dieser Rallye haben Julien und ich keinen einzigen Fehler gemacht. Wir haben angegriffen, als wir mussten, und unsere Führung verteidigt.»

Ogier zum Schluss: «Ich bin sehr froh, diesen ersten Sieg mit Toyota errungen zu haben, und ich hätte es eindeutig vorgezogen, wenn es unter anderen Umständen gewesen wäre und wir alle zusammen gefeiert hätten. Jetzt ist es Zeit für uns alle, auf uns selbst und unsere Familien aufzupassen. Ich hoffe, dass wir schnell aus dieser weltweiten Krise herauskommen.»

 

Rallye Mexiko – Endstand nach 21 Prüfungen:

Pos

Team/Auto

Zeit/Diff

1

Ogier/Ingrassia (F), Toyota

2:47:47,6

2

Tänak/Järveoja (EE), Hyundai

+ 27,8

3

Suninen/Lehtinen (FIN), Ford

+ 37,9

4

Evans/Martin (GB), Toyota

+ 1:13,4

5

Rovanperä/Halttunen (FIN), Toyota

+ 2:20,5

6

Tidemand/Barth (S), Skoda R5

+ 10:29,3

7

Gryazin/Federov (RUS), Hyundai R5

+ 12:27,0

8

Bulacia/Bernarcchini (BOL/I), Citroën R5

+ 13:37,5

9

Greensmith/Edmondson (GB), Ford

+ 13:56,5

10

Veiby/Andersson (N/S), Hyundai R5

+ 15:32,2

 

WM-Fahrerwertung – Stand nach 3 von 13 Läufen:

Platz

Fahrer, Nation, Auto

Punkte

1.

Ogier/Ingrassia (F), Toyota

62

2.

Evans/Barritt (GB), Toyota

54

3.

Neuville/Gilsoul (B), Hyundai

42

4.

Rovanperä/Halttunen (FIN), Toyota

40

5.

Tänak/Järveoja (EE), Hyundai

38

6.

Suninen/Lehtinen (FIN), Ford

26

7.

Lappi/Ferm (FIN), Ford

24

8.

Loeb/Elena (F/MC), Hyundai

8

9.

Katsuta/Barritt (J/GB), Toyota

8

10.

Tiedamnd/Barth (S), Skoda R5

8

 

WM-Herstellerwertung – Stand nach 3 von 13 Läufen:

Platz

Hersteller, Auto

Punkte

1.

Toyota Gazoo Racing WRT/Yaris WRC

110

2.

Hyundai Shell Mobis WRT/i20 WRC

89

3.

M-Sport Ford WRT/ Ford Fiesta WRC

65

siehe auch

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