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Elfyn Evans gewinnt dramatische Rallye Türkei

Die Rallye Türkei mit ihren teils brutalen Schotterpisten bot als fünfte Saisonrunde den dramatischsten Lauf in der Rallye-Weltmeisterschaft 2020, Elfyn Evans kam durch und übernahm mit zweitem Saisonsieg die Führung.

WRC

Im Artikel erwähnt










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Der fünfte Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft in der Türkei hatte es in sich und sorgte am Sonntag für das dramatischste Finale der bisherigen Saison. Vier Prüfungen standen am Sonntag auf dem Programm der Rallye, die wegen der Corona-Pandemie als erster WM-Lauf unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. Die erste Entscheidung, mit 38,145 km die längste der diesjährigen Rallye Türkei, warf wegen ihren Härte das Feld komplett durcheinander. Beim Reifenlieferanten Michelin liefen die Drähte heiß, weil ein Reifenschaden den nächsten jagte.

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In der Reihenfolge des Ergebnisses vom Samstag meldeten der Tagessieger Thierry Neuville, der Zweite Sébastien Loeb (beide Hyundai i20 WRC) und der Dritte Sébastien Ogier (Toyota Yaris WRC) dort zeitraubenden Reifenwechsel und Positionsänderungen. Auch Kalle Rovanperä (Toyota) und Esapekka Lappi (Ford Fiesta WRC) hielten dort zum Radwechsel an, während Teemu Suninen seinen Ford Fiesta mit beschädigter Aufhängung abstellte.

Diese Dramen hievten den bisherigen Gesamtvierten Elfyn Evans im Toyota Yaris WRC an die Spitze. Sein Teampartner Ogier zeigte dann in der vorletzten Entscheidung wegen überhitzten Motors die weiße Fahne. Damit übernahm der 31-jährige Evans mit seinem dritten Gesamtsieg und seinem zweiten Saison-Volltreffer nach Schweden wieder mit 97 Punkten die Tabellenspitze, 18 Zähler vor Ogier. Bei den Herstellern blieb Toyota mit 174 Punkten weiter neun Zählern vor dem Titelverteidiger Hyundai.

Nach zwölf Schotterprüfungen der abgespeckten Rallye Türkei kam Evans 35,2 Sekunden vor Neuville und 59,4 Sekunden ins Ziel in Marmaris.

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Türkische Härte

"Es war ein hartes Wochenende. Wir dachten, dass es am Samstagnachmittag mit einer Chance auf einen Sieg vorbei war. Wir haben wirklich versucht, gut zu fahren und mitten auf der Straße zu bleiben", sagte der neue WM-Leader Evans. "Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass es ein bisschen Glück gibt, das seinen Weg gehen muss, und ich möchte auf diese Weise niemals Positionen von anderen erben. Dies ist besonders die Natur der Rallye Türkei, und wir wussten, dass dies am Wochenende geschieht."

Der fünffache Vizechampion Neuville, der am Samstag führte, war mit dem Ende nicht ganz zufrieden: "Ich habe wirklich das Gefühl, dass wir mehr verdient hätten, aber wieder auf dem Podium zu stehen ist auch gut. Ich muss für das Team dankbar sein - das Auto hat wirklich gut funktioniert. Ich habe auf mehr gehofft, aber das Pech am Morgen ließ es nicht zu."

Für den neunfachen Rekordchampion Sébastien Loeb könnte es seine letzte WM-Rallye gewesen sein. Der Türkei-Sieger von 2010 schaffte mit Rang drei den Sprung aufs Podium. "Abgesehen vom dem Reifenpech am frühen Morgen war der Tag nicht so schlecht. Ich habe gar nicht mehr versucht zu pushen, weil ich die Punkte nicht brauchte. Am Ende sind wir auf dem Podium und somit auch zufrieden", erklärte der 46 Jahre alte Rekordsieger Leb (79 Siege).

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Der WM-Teenager Kalle Rovanperä beendete seinen fünften Einsatz im Toyota Yaris WRC auf dem vierten Rang (+ 2:25,9). "Für uns war es für die Punkte in der Herstellerwertung wichtig, ins Ziel zu kommen. Ich wäre hier gerne schneller gewesen, aber ohne ein großes Risiko war das nicht möglich", äußerte sich Rovanperä, der in der Tabelle

Gus Greensmith im besten Ford Fiesta WRC von M-Sport holte mit Rang fünf (+ 4:08,3) vor dem Teampartner Esapekka Lappi (+ 5:36,2) sein bislang bestes WM-Resultat.

Der Titelverteidiger Ott Tänak, am Samstag bereits auf der dritten Prüfung sehr früh ausgefallen, rettete auf der Power Stage mit der zweitschnellsten Zeit hinter dem Partner Neuville noch vier Bonuspunkte. "Ich fühle wirklich nicht gut. Das war absolut ein Wochenende zum Vergessen", meinte der frustrierte Estland-Sieger Tänak, der in der Fahrerwertung

Rallye Türkei – Endstand nach 12 Prüfungen:

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Pos

Team/Auto

Zeit/Diff

1

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Evans/Martin (GB), Toyota

2:43:02,7

2

Neuville/Gilsoul (B), Hyundai

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+ 35,2

3

Loeb/Elena (F/MC), Hyundai

+ 59,4

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4

Rovanperä/Halttunen (FIN), Toyota

+ 2:35,9

5

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Greensmith/Edmondson (GB), GB

+ 4:08,3

6

Lappi/Ferm (FIN), Ford

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+ 5:36,2

7

Kajetanowicz/Szczepaniak (PL), Skoda R5

+ 12:35,5

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8

Tidemand/Barth (S), Skoda R5

+ 12:59,7

9

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Fourmaux/Jamoul (F), Ford R5

+ 14:42,5

10

Bulacia/Der Ohannesian (BO/RA), Citroën R5

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+ 14:46,4

WM-Fahrerwertung – Stand nach 5 von 7 Läufen:

Platz

Fahrer, Nation, Auto

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Punkte

1.

Evans/Barritt (GB), Toyota

97

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2.

Ogier/Ingrassia (F), Toyota

79

3.

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Rovanperä/Halttunen (FIN), Toyota

70

3.

Tänak/Järveoja (EE), Hyundai

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70

5.

Neuville/Gilsoul (B), Hyundai

65

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6.

Lappi/Ferm (FIN), Ford

38

7.

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Suninen/Lehtinen (FIN), Ford

34

8.

Breen/Nagle (IRL) Huyndai

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25

9.

Loeb/Elena (F/MC), Hyundai

24

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10.

Greensmith/Edmondson (GB), GB

16

WM-Herstellerwertung – Stand nach 5 von 7 Läufen:

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Platz

Hersteller, Auto

Punkte

1.

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Toyota Gazoo Racing WRT/Yaris WRC

174

2.

Hyundai Shell Mobis WRT/i20 WRC

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165

3.

M-Sport Ford WRT/ Ford Fiesta WRC

101

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Fahrer

Team

Punkte

1

Elfyn Evans

Toyota Gazoo Racing World Rally Team

101

2

Takamoto Katsuta

Toyota Gazoo Racing World Rally Team

99

3

Sami Pajari

Toyota Gazoo Racing World Rally Team

72

4

Oliver Solberg

Toyota Gazoo Racing World Rally Team

68

5

Adrien Fourmaux

Hyundai Shell Mobis WRT

59

6

Sébastien Ogier

Toyota Gazoo Racing World Rally Team

58

7

Thierry Neuville

Hyundai Shell Mobis WRT

35

8

Esapekka Lappi

-

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20

10

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