Stark: Wie Honda Ricky Brabec zum Dakar-Sieger machte

Von Tim Althof
Dakar Moto
Ricky Barbe kämpfte sich nach ganz oben

Ricky Barbe kämpfte sich nach ganz oben

Honda-Werksfahrer Ricky Brabec gewann im Januar als erster US-Amerikaner die Rallye Dakar und beendete damit die lange Durststrecke des japanischen Herstellers. Es war der große Triumph eines beinharten Kämpfers.

Als Ricky Brabec die Dakar-Rallye 2019 auf seiner Honda anführte und sein Traum plötzlich in Rauch aufging, brach für den US-Amerikaner eine Welt zusammen. Doch Brabec kämpfte sich durch alle Tiefen hindurch und zeigte bei der diesjährigen Ausgabe der Rallye in Saudi-Arabien eine eindrucksvolle Leistung, die ihm seinen ersten Gesamtsieg bei der härtesten Rallye der Welt brachte. Ganz zweifellos war der Sieg viel mehr als bloß ein Traum, ein Wunsch oder ein Ziel. Es war die Grundmotivation, die Honda 2013 dazu bewogen hat, wieder an der Rallye teilzunehmen.

Für den 29-jährigen Brabec war es ein sehr langer Weg bis zu diesem Erfolg. Im Jahr 2014 gewann er in Amerika alles, was es zu gewinnen gab, eine Glanzleistung, auf die auch Honda aufmerksam wurde. Baja-Rekordmann Johnny Campbell, der in Brabec einen Rohdiamanten sah, begann zusammen mit dem ehemaligen Dakar-Fahrer Jimmy Lewis, der bei der Austragung im Jahr 2000 Dritter wurde, aus dem US-Amerikaner den vielversprechenden Rohdiamanten zu schleifen. Die Entwicklung von einem guten Fahrer zu einem besseren Fahrer verlangte Brabec viel Engagement und Training ab. Campbell ist seitdem der Mentor des Honda-Piloten.

Im Jahr 2016 wurde Brabec vom HRC-Werksteam unter Vertrag genommen und nach einigen Jahren, in denen er die Grundlagen erlernt hatte, lieferte er bei der Dakar-Rallye 2019 beeindruckende Leistungen, wobei er das Rennen bis zu den beiden letzten Etappen anführte. 2020 sicherte er Honda den ersten Sieg seit 1989. «Der Sieg bei der Rallye Dakar war perfekt. Viele Leute hatten gedacht, dass ein Amerikaner niemals gewinnen könne. Doch es fühlt sich richtig gut an, es als Erster geschafft zu haben», strahlte der Rallye-Profi im Interview.

«Ich bin sehr dankbar dafür, Johnny an meiner Seite zu haben, mit Jimmy Lewis trainieren zu können, und auch für die Zusammenarbeit mit meinem Mechaniker, der mittlerweile zum Team gehört», erklärte der Honda-Pilot. «Hoffentlich können wir den Sieg nächstes Jahr wiederholen, und auch noch in zwei Jahren auf dem Podium stehen. Das wird das ultimative Ziel sein. Wir haben die Rallye bereits einmal gewonnen, und wir wissen jetzt, was wir dafür leisten müssen.»

«Die Rallye Dakar ist definitiv ein legendäres Rennen, aber du darfst dich durch den Erfolg nicht verändern lassen. Das darfst du dir nicht zu sehr zu Kopf steigen lassen. Du darfst nicht zulassen, dass du dich wegen der Dakar größer fühlst, als du tatsächlich bist. Du musst bescheiden und konzentriert bleiben, und du musst jeden Tag hart an dir arbeiten», betonte der siegreiche Honda-Fahrer.

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