Ärger bei Yamaha: Navigation auf Etappe 9 zu einfach
Hätte Adrien Van Beveren geahnt, wie leicht die Navigation auf der neunten Etappe der Dakar 2022 werden würde, hätte er am Vortag mehr Gas gegeben. Der Yamaha-Pilot kann nach wie vor den Dakar-Sieg einfahren.
Für die letzten vier Etappen der Rallye Dakar 2022 wollte Adrien Van Beveren an seiner bisher erfolgreichen Taktik festhalten: Keine unnötigen Risiken eingehen und sich voll auf Navigation konzentrieren. Gerade wenn man als Etappensieger die Route eröffnen muss, drohen massive Zeitverluste durch Irrfahrten.
Aber nicht auf Etappe 9.
"An dieser Navigation war nichts schwierig – damit habe ich überhaupt nicht gerechnet", ärgerte sich der Franzose, der nur drei Minuten schneller war Sam Sunderland (GASGAS), der als Erster auf die Piste ging. "Einen Moment lang dachte ich, es sei knifflig und war vorsichtig, doch die Navigation war sehr klar. Es war sicher der beste Tag, um eine Etappe zu eröffnen."
Sunderland, der als Dakar-Leader den Renntag eröffnete, büßte 8 min auf den Etappensieger Nacho Cornejo (Honda) ein und fiel auf Platz 2 der Gesamtwertung zurück. Van Beveren ist zwei Etappen vor dem Ende Dritter mit 3:56 min Rückstand auf den neuen Führenden, Red Bull KTM-Ass Matthias Walkner.
"Ich habe mein Bestes gegeben und versucht, so schnell wie möglich zu fahren", sagte der Yamaha-Pilot. "Ich habe nicht viel Zeit aufgeholt, bin aber immer noch im Spiel – und darum ging es. Ich freue mich über mein Gefühl, gebe jeden einzelnen Tag das Beste und werde es am Ende sicher nicht bereuen. Ich komme im Ziel an und freue mich über meinen Job."
Doch Van Beveren weiß: Die Dakar ist erst zu Ende, wenn er am 14. Januar in der Küstenstadt Jeddah die Ziellinie überquert. Zu gut kann er sich noch daran erinnern, als er im vergangenen Jahr am letzten Renntag etwa 30 min vor dem Ende mit einem Defekt ausrollte!
Die Ergebnisse sind noch vorläufig, da noch nicht alle Teilnehmer im Ziel sind und auch Strafen oder Gutschriften ausgesprochen werden können.
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