Nach DTM-Aus: Spengler rockt jetzt die IMSA

Von Andreas Reiners
DTM
Bruno Spengler

Bruno Spengler

Für Bruno Spengler beginnt an diesem Wochenende nach seinem DTM-Aus ein neues Kapitel: Der Kanadier startet in Daytona. Seine Ex-Teamkollegen vermissen ihn bereits.

Bruno Spengler startet mit Vorfreude in das neue Kapitel seiner Rennfahrer-Karriere. Der Kanadier geht nach seinem DTM-Aus 2020 in der IMSA an den Start und mischt an diesem Wochenende bei einem echten Langstreckenklassiker, den 24 Stunden von Daytona, mit.

«Die IMSA-Saison 2020 wird aufregend und herausfordernd. Ich bin sehr motiviert, in Daytona in die Saison zu starten. Dies ist das vierte Mal, dass ich mit dem BMW Team RLL beim 24-Stunden-Rennen in Daytona antrete – nach 2015, 2016 und 2017 – und es ist mein erstes Rennen mit meinem neuen Teamkollegen Connor De Phillippi. Wir haben zwei weitere Vorjahressieger mit im Auto: Philipp Eng, den ich aus der DTM gut kenne, und Colton Herta, einen sehr schnellen jungen Mann», sagte Spengler.

BMW hatte den Kanadier im Dezember aus dem DTM-Kader aussortiert, was nicht überall Anklang fand. Am wenigsten natürlich bei Spengler selbst, der die Entscheidung nicht nachvollziehen kann und BMW dafür auch kritisierte.

Doch Spengler ist nicht der Typ, der sich lange damit aufhält. Er hat genug mit der neuen Herausforderung zu tun, wie er bei Radio Canada verriet: «Ich werde auf unbekannten Strecken fahren. Das wird nicht einfach. Ich trete gegen Piloten an, die diese Kurse in- und auswendig kennen.»

Er erwartet ein schwieriges Jahr, weil er sich auch an den M8 gewöhnen muss, der viel schwerer als der Tourenwagen ist und weniger Aerodynamik hat. Ergo: «Der Fahrstil ist anders.»

Was sagen seine Ex-Teamkollegen zu seinem DTM-Aus? «Er ist ein Teil der DTM, hat viele Erfolge gehabt und eine riesige Fanbase. Das ist sehr schade, aber es gibt Gründe, dass man den Schritt gemacht hat», meinte Timo Glock bei ran.de.

Genau die hat Spengler zu einem gewissen Teil nicht nachvollziehen können. «Ich war sehr konkurrenzfähig», betonte er und nannte Safety-Car-Pech, strategische Fehler und mechanische Probleme als Gründe dafür, dass nicht mehr als 106 Punkte heraussprangen. Immerhin gewann er auf dem Norisring, wurde am Ende Gesamtneunter. War schon mal schlechter bei ihm.

Spengler: «Was mir passiert ist, zeigt, dass man sich nie zu 100 Prozent sicher sein kann, auch wenn ich zur BMW-Familie gehöre. Man muss immer auf der Hut sein.»

Glock ist aber froh, dass Spengler Teil der BMW-Familie bleibt. Und er traut dem Kanadier eine Menge zu. «Wir wissen, dass er auf der Langstrecke einen sehr guten Job macht. Ich bin mit ihm das 24-Stunden-Rennen in Spa gefahren, zusammen mit Alex Zanardi. Man kann sich keinen besseren Teamkollegen vorstellen als ihn. Er ist ein absoluter Teamplayer und ich bin mir sicher, dass er seine Erfolge feiern wird.»


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