302 km/h in Spa: DTM knackt die magische Schallmauer

Von Andreas Reiners
DTM
Jonathan Aberdein

Jonathan Aberdein

Bereits in der vergangenen Saison war die Hoffnung groß, dass die DTM die Schallmauer von 300 km/h knacken könnte. Jetzt in Spa hat es endlich geklappt.

Mit den neuen Vierzylinder-Turboautos war die Hoffnung durchaus realistisch, dass die DTM 2019 die 300-km/h-Marke knackt. Das Ende der langgezogenen Parabolika in Hockenheim ist prädestiniert dafür, in Verbindung mit DRS und dem Push-to-Pass-System, durch das die Leistung kurzzeitig ansteigt. 2019 ging das per Knopfdruck von 610 auf 640 PS, 2020 nun von 580 auf 640 PS, da der Überholknopf mehr Power und somit mehr Einfluss bekommen hat.

Doch die Autos von Audi, BMW und Aston Martin blieben damals unter der magischen Marke: Mike Rockenfeller kam im Audi den 300 am nächsten, er schaffte 2019 beim Auftakt in Hockenheim 291 km/h.

Beim Dream Race in Fuji der nächste Versuch. Marco Wittmann versuchte es im Training im BMW M4 DTM auf der rund 1,5 Kilometer langen Gerade auf dem Fuji Speedway, schaffte es aber nur auf 295 km/h.

Jetzt in Spa beim Saisonauftakt 2020 wurde die Marke endlich geknackt, und das gleich mehrmals, dank Windschatten, DRS und Push-to-Pass.

Rookie Fabio Scherer war der erste Fahrer, der die 300 km/h knackte, und zwar in der elften Runde des Sonntagsrennens. Der WRT-Audi-Pilot durchquerte am Ende Kemmel-Geraden mit exakt diesem Wert die Zeitnahme.

Am Ende waren es Scherer sowie die BMW-Piloten Philipp Eng und Jonathan Aberdein, die den Rekord im Laufe des Rennens auf 302 km/h ausbauten.

«Zuletzt hatte ich 300 km/h in einem Rennauto drauf, als ich einen Formel-1-Test für BMW gefahren bin. Es war cool, die 300 km/h zu sehen. Ich hatte einen starken Windschatten und wollte sie unbedingt knacken. Ein weiterer Beleg, wie toll die DTM-Autos 2020 sind», sagte Eng.


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