Streit zwischen GT Masters und DTM: Platz für beide?

Von Andreas Reiners
DTM
Auch die DTM setzt in Zukunft auf GT3-Autos

Auch die DTM setzt in Zukunft auf GT3-Autos

Das ADAC GT Masters wurde für 2021 aufgewertet. Eine Kampfansage an die neue DTM, die ebenfalls auf ein GT3-Reglement setzt. Was sagen die Hersteller zu dem Streit?

Die Kampfansage war deutlich zu vernehmen: Das ADAC GT Masters hat für 2021 ein offizielles Meisterschaftsprädikat des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) erhalten und wird dann zusätzlich auch noch «Internationale Deutsche GT-Meisterschaft» genannt. Die Fahrer und Teams kämpfen um den Titel des internationalen deutschen GT-Meisters.

Das teilte das GT Masters am 19. September mit. Wenige Stunden später konnte auch DTM-Chef Gerhard Berger verkünden, dass es mit seiner Serie weitergeht, wie erwartet auf Basis eines GT3-Reglements.

Keine Frage: Der ADAC hat das GT Masters früh in Stellung gebracht gegen die Berger-Pläne. Schließlich ringen jetzt zwei Plattformen um Teams und Fahrer. In Zeiten der Coronakrise mit den ganzen wirtschaftlichen Problemen ist das eine große Herausforderung - für alle.

Die Audi-Werksteams hatten nach der positiven Nachricht, dass es mit der DTM weitergeht, vergleichsweise zurückhaltend reagiert, da die Finanzierung eines DTM-Projekts ohne die bisherige Werksunterstützung kein Selbstläufer wird.

Man muss dazu sagen: Berger hat sich für die Zukunft die Unterstützung von Audi und BMW gesichert. Wie man hört nicht nur dadurch, dass sie eine neue Struktur ermöglichen, sondern auch finanziell.

Was sagen sie zu dem Vorstoß des ADAC und des DMSB, durch den das GT Masters auf dem Papier die höchste GT3-Serie in Deutschland ist?

«Die Zeit wird zeigen, welche Plattform attraktiver ist. Ich bin mir nicht sicher, ob das am Namen liegt, sondern eher an der Qualität, das Racing, die Fahrer, die Sponsoren. Das sind die wichtigen Faktoren», sagte Audis Motorsportchef Dieter Gass: «Stand jetzt ist Platz für beide Meisterschaften in Deutschland.»

«Es liegt an den Teams, zu entscheiden, auf welcher Plattform sie fahren», sagte BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt. «Wir werden das nicht beeinflussen. Das ist freie Marktwirtschaft.»

Marquardt erklärt: «Die Teams kommen zu uns, sagen, wie ihr Programm aussieht, das sie fahren wollen. Dann stellt sich die Frage, wie BMW helfen kann, wie können wir zusammenarbeiten, wie viel technische Unterstützung können wir geben. Das sind die üblichen Gespräche. Das neue Label des GT Masters werden die Teams diskutieren, aber das ist am Ende die Entscheidung der Teams.»


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