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Autos, Teams, Fahrer: Details zum neuen DTM-Konzept
Die DTM-Plattform bleibt bestehen und wird 2021 ein neues Gesicht erhalten. SPEEDWEEK.com erklärt, wie das aussehen wird.
DTM
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Die DTM startet 2021 in eine neue Ära. Mit der neuen Saison endet das kurze Zeitalter der Class-1-Tourenwagen, dafür wird sich eine Menge ändern, die Plattform erhält ein neues Gesicht, erfindet sich neu. SPEEDWEEK.com erklärt, was die Neuausrichtung für die Serie bedeutet.
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Hersteller: Audi und BMW unterstützen Berger bei der Umsetzung, zum Beispiel auch finanziell. Allerdings werden sich die beiden Autobauer nicht mehr wie bislang werksseitig engagieren. Für Audi zum Beispiel heißt das: "Wir fangen an, mit den Teams zu sprechen, sie müssen sich organisieren, wie sie eine Teilnahme finanzieren können. Wir müssen sehen, wie wir sie unterstützen können, damit Autos in der Startaufstellung stehen. Aber es ist weit entfernt von einer Werksunterstützung, es ist viel mehr ähnlich wie im Kundensport, wo man auch Unterstützung erhält", sagte Audis Motorsportchef Dieter Gass. Teams: Sie sollen in Zukunft eine Hauptrolle spielen, sie werden unabhängiger. "Wir müssen alle diese Teams wieder in den Mittelpunkt rücken und die Leistungen der Fahrer in den Vordergrund stellen, das ist unser Ziel", so Berger.
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Aber: Teams wie Phoenix oder Abt müssen den Einsatz zum Großteil selbst stemmen.
Klar ist: Die grundsätzliche Bereitschaft ist da. "Wir sind seit 20 Jahren in der DTM und werden mit Sicherheit versuchen, in dieser Serie zu bleiben. Mit der Unterstützung der Hersteller habe ich ein gutes Gefühl, was diese Plattform angeht", sagte Phoenix-Teamchef Ernst Moser. Konkrete Zusagen gibt es aber noch keine.
Autos: Ein Pluspunkt des neuen Konzepts: Die DTM bekommt eine größere Markenvielfalt. Fuhren bislang nur Audi und BMW mit, ist die Tür jetzt offen für Mercedes, Porsche, Bentley, Ferrari oder Lamborghini. Grundsätzlich ist ein DTM-Auto komplett auf Performance ausgerichtet, ein reinrassiges Rennauto eben. Was nicht bedeutet, dass mit einem GT3-Auto kein gutes Racing möglich ist – im Gegenteil.
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Sie sind zwar gut 300 Kilogramm schwerer (1300 zu 1000 Kilogramm) und auch etwas langsamer (550 zu 600 PS), aber am Ende geht es um die Show. Und die kann auch mit einem GT3-Auto stimmen. Reglement: Es gibt nicht nur positive Nachrichten. Der Nachteil der neuen DTM: Es wird künstlich eingegriffen. Aufgrund der unterschiedlichen Konzepte wird es eine sogenannte Balance of Performance geben, um die verschiedenen Marken auf ein Niveau zu bringen, damit spannende Rennen garantiert werden können. Passieren könnte das zum Beispiel durch Zusatzgewichte. Berger mag den Eingriff nicht, er weiß aber, dass er nicht drumherum kommen wird. "Der Schlüssel wird sein, wie gut und wie fair die BoP gelöst wird. Das ist der Nachteil von GT-Sport. Der Vorteil ist: Wenn man es fair und transparent löst, kann man den Fans viele Marken, Konzepte und Motoren bieten. Ich bin überzeugt, dass wir da eine gute Lösung finden werden", so Berger. Grundsätzlich werde die Plattform so weitergehen wie bisher, die DNA werde bestehen bleiben, die Formate werden ähnlich bleiben, so Berger: "Das Technische Reglement wird sich ändern, es wird auf der Basis des GT3-Reglements aufgesetzt", sagte er.
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Veränderungen werden kommen, die im Idealfall keine großen Zusatzkosten verursachen, aber zusätzliche Spannung bringen sollen. Die GT-Autos sollen zum Beispiel mehr PS verpasst bekommen. Das Reglement wird jetzt aber erst ausgearbeitet, Details sind also noch keine bekannt. Berger würde das gerne bis zum Saisonfinale im November fixieren. Kosten: Fest steht auch ohne exakt fixiertes Reglement: Die DTM wird deutlich günstiger. Grobe Kalkulationen gehen von Kosten von etwa 700.000 Euro für einen Einsatz eines GT3-Autos aus. Zum Vergleich: Die aktuellen Class-1-Boliden verschlingen zwischen zwei und drei Millionen Euro pro Saison. Fahrer: Berger setzt weiter auf Profi-Piloten. "Die Fahrer werden hoffentlich die sein, die wir von heute kennen", so der Österreicher. Was stimmt ihn da zuversichtlich? "Weil es die beste GT3-Sprintserie der Welt sein wird", so Berger.
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Die Meinung im Fahrerlager könnte klarer kaum sein: Die Fahrer freuen sich über die Entscheidung, dass die Plattform weitergeführt wird. Sie betonen auch, dass die neue DTM eine Option sei, ansonsten setzen sie aber das Pokerface auf. Denn die Gespräche, wie es für sie 2021 weitergehen und wer welches Programm fahren wird, starten erst jetzt. Denn in erster Linie sind die aktuellen Piloten Werksfahrer und werden von den Herstellern bezahlt. Gass kündigte an, dass man den einen oder anderen Werksfahrer wiedersehen könnte. "Darüber sprechen wir mit den Teams, die mit einem Budget kommen und nach Fahrern fragen, und das würden wir unterstützen", sagte er. Wie das genau aussieht, ist noch offen. Nicht auszuschließen ist zum Beispiel, dass Audi die Werksfahrer vermittelt und auch weiter bezahlt, oder auch nur zum Teil. Eine Entscheidung ist da aber noch nicht gefallen. Kalender: Der wird ab sofort ausgearbeitet. Berger versprach, dass er Kernmarkt Deutschland bleibt, mit 50 Prozent der Rennen auf deutschen Boden. Insgesamt soll die DTM bei neun oder zehn Veranstaltungen landen. Dabei werden wie gehabt zwei Rennen pro Wochenende ausgetragen.
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