DTM soll weitergehen: Das sagen Audi und BMW

Von Andreas Reiners
DTM
Die DTM soll weiterleben

Die DTM soll weiterleben

Die DTM-Plattform lebt weiter. Im Fahrerlager blickt man der Zukunft gespannt entgegen, bei den Unterstützern Audi und BMW ebenfalls.

René Rast schaltete sofort in den Kampfmodus. Wie man den Audi-Star kennt, dachte er schon kurz nach der frohen Kunde schon wieder an Siege und Titel. «Wenn ich wieder dabei bin, kann ich ja versuchen, noch ein paar Rekorde zu knacken», sagte der amtierende Titelverteidiger. Denn die DTM-Plattform lebt weiter.

Auch wenn sie mit einem GT-Reglement ein neues Gesicht bekommen soll, war die Erleichterung im Fahrerlager des Nürburgrings deutlich zu spüren. DTM-Chef Gerhard Berger hatte am Samstag im Rahmen einer Pressekonferenz die Eckdaten des Konzepts vorgestellt, Unterstützung bei den Plänen erhält er von Audi und BMW.

«Es ist Erleichterung dabei, dass eine Entscheidung getroffen wurde», sagte Audis Motorsportchef Dieter Gass, der ankündigte, dass die Arbeit nun anfange, um alles zusammenzubekommen. Schließlich ging es bis jetzt vor allem darum, die grundsätzlichen Rahmenbedingungen zu klären. Jetzt geht es in die Details.

Für Audi heißt das: «Wir fangen an, mit den Teams zu sprechen, sie müssen sich organisieren, wie sie eine Teilnahme finanzieren können. Wir müssen sehen, wie wir sie unterstützen können, damit Autos in der Startaufstellung stehen. Aber es ist weit entfernt von einer Werksunterstützung, es ist viel mehr ähnlich wie im Kundensport, wo man auch Unterstützung erhält», sagte Gass.

BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt ist ebenfalls froh, dass man den Weg für eine Zukunft der Plattform bereiten konnte. Denn einfach war es in den vergangenen Monaten nicht. «Wir hatten komplizierte Diskussionen, haben aber eine Lösung gefunden, die gut für den deutschen Motorsport ist. Und wir unterstützen die Lösung, die respektiert, dass wir bereits Kundenteams haben. Die haben nun ein neues Betätigungsfeld», sagte Marquardt.

BMW hatte vor allem Bauchschmerzen, dass man die eigenen Kundenteams mit einer neuen Plattform unter Druck setzen könnte. «Wichtig war für mich: Dass unsere Teams interessiert sind, unsere Kundensport-Abteilung ebenfalls und dass Hersteller nicht die Show gestalten. Das haben wir erreicht», so Marquardt.

BMW hat das «Problem», dass ein neues Auto erst noch im Anflug ist. Im September 2021 soll der neue BMW M4 GT3 homologiert werden, «und wir hoffen, dass wir das Auto an noch mehr Teams verkaufen können. Mehr Plattformen sind dafür eine gute Sache», so Marquardt, der einen früheren Einsatz nicht ausschloss.

«Wir wollen keinen Druck in die Homologation bringen, aber wenn man das Auto in einem Vor-Homologations-Zustand außerhalb der Konkurrenz im Wettbewerb zeigen kann, werden wir uns das anschauen», so Marquardt. So lange können die Kundenteams mit dem M6 GT3 antreten.

Da Berger in seiner neuen DTM Profi-Rennfahrer sehen will, ist die Plattform für alle aktuellen Fahrer interessant. Wie zum Beispiel auch für Timo Glock. «Es ist wichtig für den deutschen Motorsport, dass wir die Plattform erhalten können. Ich bin gespannt, wie die nächsten Schritte aussehen», sagte Glock. «Ich hoffe, dass die Plattform den Weg findet, um das professionelle Thema zu erhalten. Es wird in der DTM geiler Sport geboten, und ich hoffe, dass es mit den GT-Autos so funktioniert wie mit den DTM-Autos. Die Show muss stimmen, darum geht es dem Fan, und darum sollte es im Motorsport gehen.»


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