Abt sauer auf Ellis: Spielchen wie früher in der DTM

Von Andreas Reiners
Kelvin van der Linde

Kelvin van der Linde

Kelvin van der Linde und sein Abt-Team waren nach dem sechsten Saisonrennen in Zolder sauer. Der Vorwurf an die Mercedes-Teams: Schon jetzt werden Spielchen gespielt.

Spielchen gehören zum Motorsport dazu. Abt Sportsline ist ein Team, dass bei diesem Thema ganz vorne dabei ist, die Mannschaft ist mit allen Wassern gewaschen.

Trotzdem sind die Äbte sauer. Der Vorwurf: Eben jene Spielchen auf der Strecke, wobei das Team vor allem den frühen Zeitpunkt in der Saison kritisiert.

«Schade, dass schon so früh in der Saison Spielchen beginnen, wie wir sie aus der DTM von früher kennen. Das hat uns viele Punkte gekostet», sagte Abt-Teamchef Thomas Biermaier.

Stein des Anstoßes ist Winward-Pilot Philip Ellis, der im sechsten von 16 Saisonrennen in Zolder als Bremsklotz fungierte. 22 Runden lang lag der Schweizer vor van der Linde und machte sich breit. Und das in dem Wissen, dass er wegen einer Durchfahrtsstrafe sowieso chancenlos ist.

Van der Linde verlor dadurch jede Menge Zeit. Statt in Podiumsnähe zu fahren wurde er Achter.

«Es ist ganz klar, dass Philip heute viel schneller hätte fahren können. Er ist in machen Kurven fast stehengeblieben», wetterte van der Linde in Sat.1. «Aktuell fahren in der Meisterschaft sieben Mercedes gegen einen Audi. Cooles Spiel, finde ich. Das akzeptieren wir. Und wir greifen weiter an am Nürburgring.»

«Klar», sagte er auf die Frage, ob das nicht Racing sei, «Wir akzeptieren das Spiel, nehmen es an. Und deswegen müssen wir schauen, dass wir am Nürburgring vorne sind. Dann gibt es keine Diskussionen.»

Sein Teamkollege Mike Rockenfeller kritisierte ebenfalls, dass Ellis «nicht sehr sportlich» gewesen sei und kündigte an: «Man sieht sich immer zweimal im Leben.»

Van der Linde führt die Gesamtwertung mit 101 Punkten an, Maximilian Götz (HRT-Mercedes) ist mit 72 Zählern Dritter, Ellis selbst mit 52 Punkten Sechster.

Götz wurde nach dem Rennen auf die Spiele angesprochen.

«Natürlich spielen wir keine Spiele. Jeder fährt für sich. Und es sind verschiedene Mercedes-Team beteiligt. Da steckt natürlich nichts dahinter», sagte er.

Er wisse natürlich, wie sich van der Linde fühle, «denn ich war am Samstag in der gleichen Situation, und das schmerzt. Aber er wird zurückkommen, da bin ich sicher. Es war nicht sein Tag, doch am Ende ist es nicht mein Problem, wenn er Probleme hat. Dafür sind wir wieder zurück im Spiel.»


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