Hans Weber: «Da stehst an der Grenze wie der Depp»

Von Manuel Wüst
Eisspeedway
Hans Weber

Hans Weber

Wer den Eisspeedway-Sport richtig betreiben will, der kommt an Russland nicht vorbei. Dort herrschen perfekte Trainingsbedingungen, doch bei der Einreise gibt es für die Fahrer regelmäßig Probleme.

«Man hat immer mal wieder Probleme nach Russland reinzukommen, je nach Bezirk», weiß Hans Weber, der in diesem Winter zum Trainieren in Russland war und derzeit auf dem Weg zu den ersten Weltmeisterschaftsrennen ist. «Man braucht entsprechende Papiere, bei denen sich immer mal wieder was ändert, wodurch sich Probleme ergeben.»

Auch Max Niedermaier, langjähriger WM-Fahrer, kann ein Lied davon singen: «In den letzten vier Jahren ist es losgegangen, dass sie Fahrzeugscheine oder Papiere für die Motorräder wollen. Und am Besten soll auch noch ein Kennzeichen dran sein – aber wie sollen wir das machen?»

Für ein Eisspeedwaymotorrad, das mit messerscharfen Spikes an den Rädern bestückt ist und zudem keine Bremse hat, kann man sich nicht einfach auf die Schnelle Fahrzeugpapiere und eine Zulassung ausstellen lassen. «Es müsste etwas Passendes geben für die Eisspeedwayfahrer, damit die Grenzer das Motorrad als Sportgerät anerkennen», so Niedermaier. «Es liegt nur an den Motorrädern, nicht an den Personen im Transporter, dass man da nicht reinkommt.»

Auch Weber hat schon Erfahrungen an der Grenze gesammelt und seine eigene Meinung zu den Problemen. «Das ist eine totale Vollkatastrophe», so der Eishans. «Ich hatte mal Papiere von der FIM, mit denen sich die Russen an der Grenze zufrieden zeigten. Es müsste sich grundsätzlich was tun, denn im Speedway-Grand-Prix haben sie die Probleme so nicht. Wenn es an der Grenze Probleme gibt, steht man da wie der Depp.»

Ein Lösungsansatz wäre eine engere Kommunikation, um nicht mit allem alleine dazustehen. Die Fahrer müssten Unterstützung von den nationalen Verbänden und dem Weltverband erhalten.

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