Eisspeedway im August: Für Haarahiltunen großartig

Von Manuel Wüst
Eisspeedway-EM
Martin Haarahiltunen

Martin Haarahiltunen

Der Schwede Martin Haarahiltunen ist einer der stärksten Westeuropäer im Eisspeedway-Sport. Auch für ihn endete die Saison mit den Absagen in Inzell und Heerenveen abrupt. Oder wurde unterbrochen – wie man es nimmt.

Nach dem Eisspeedway der Nationen am 1. März in Berlin war die Saison 2020 gelaufen. Die Coronakrise machte auch vor den Spike-Rittern nicht Halt und alle Veranstaltungen wurden abgesagt oder verschoben. Das Eisspeedway-EM-Finale soll nun am 8./9. August in Polen stattfinden, voraussichtlich zeitgleich mit dem Speedway-GP in Warschau, der vom Mai in den August verlegt werden soll.

Martin Haarahiltunen ist gemeinsam mit dem deutschen Hans Weber einer der wenigen Westeuropäer, die den dominierenden Russen in der Eisspeedway-Szene Paroli bieten. Die Weltmeisterschaft 2019 beendete der Schwede auf dem achten Rang, obwohl er nur sieben von zehn Grand Prix fahren konnte. 2020 wurde er in der abgebrochenen Weltmeisterschaft nach sechs Rennen ebenfalls Gesamtachter. Im Eisspeedway der Nationen holte der 29-Jährige mit Schweden jeweils Silber.

Obwohl der Kampf gegen das Coronavirus die Saison vorzeitig beendete, spürt Haarahiltunen im Alltag relativ wenig davon, wie er SPEEDWEEK.com berichtete. «Corona hat nur wenig Auswirkungen auf meine Stadt. Natürlich bekommen wir es mit, aber es gibt nur wenig Einschränkungen. Auch wenn wir natürlich mitkriegen, dass es in Deutschland und anderen Ländern recht viele gibt.»

In Skandinavien hat sich die SARS-CoV-2-Pandemie bislang kaum verbreitet, in Schweden gibt es bisher 2840 registrierte Infizierte und 77 Tote.

Die Situation um Corona hat zur Folge, dass wir kommenden Sommer erstmals ein Eisrennen im August erleben werden. «Eisspeedway im August ist doch großartig, oder?», so Haarahiltunen zum verlegten EM-Finale in Polen. «Wir werden natürlich alle aus dem Tritt und ein wenig eingerostet sein, also hoffe ich, dass wir zusätzliche Trainingszeiten bekommen.»

Im Großen und Ganzen ist der Schwede froh, dass die Europameisterschaft stattfinden soll. «Insgesamt sehe ich das positiv, die EM im August zu fahren», hielt er fest. «Egal, ob man das nun als spätes Saisonende oder frühen Saisonstart ansieht.»

WM-Endstand 2020:

1. Daniil Ivanov (RUS), 104 Punkte
2. Dmitry Khomitsevich (RUS), 100
3. Dinar Valeev (RUS), 95
4. Igor Kononov (RUS), 86
5. Dmitry Koltakov (RUS), 79
6. Harald Simon (A), 58
7. Hans Weber (D), 56
8. Martin Haarahiltunen (S), 53
9. Stefan Svensson (S), 37
10. Franz Zorn (A), 36
11. Niclas Svensson (S), 33
12. Ove Ledström (S), 31
13. Konstantin Kolenkin (RUS), 22
14. Evgeniy Saydullin (RUS), 21
15. Charly Ebner (A), 18
16. Lukas Hutla (CZ), 18
17. Jasper Iwema (NL), 16
18. Bart Schaap (NL), 6
19. Vladimir Fadeev (RUS), 4
20. Sergey Serov (KAZ), 2
21. Vladimir Cheblakov (KAZ), 1
22. Savely Vedyanov (RUS), 0

Siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Seltsame Ducati-Politik: Vertreibung von Dovizioso

Günther Wiesinger
Andrea Dovizioso war dreimal Vizeweltmeister, jetzt ist er wieder WM-Zweiter. Aber die Ducati-Manager haben ihn jahrelang abschätzig behandelt. Jetzt haben sie den Salat. Ein würdiger Ersatz fehlt.
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Sa. 26.09., 18:30, Sport1
    Motorsport - Porsche Carrera Cup, Magazin
  • Sa. 26.09., 19:00, Sky Sport 2
    Formel 1: Großer Preis von Russland
  • Sa. 26.09., 19:15, ServusTV Österreich
    Servus Sport aktuell
  • Sa. 26.09., 20:15, Hamburg 1
    car port
  • Sa. 26.09., 20:15, RTL Nitro
    Die 24 Stunden vom Nürburgring - Das größte Autorennen der Welt: Das Rennen
  • Sa. 26.09., 20:25, SPORT1+
    Motorsport - FIA World Rallycross Championship
  • Sa. 26.09., 21:05, Motorvision TV
    All Wheel Drive Safari Challenge
  • Sa. 26.09., 21:55, Motorvision TV
    Icelandic Formula Off-Road
  • Sa. 26.09., 22:25, Motorvision TV
    Belgian Rally Cahmpionship
  • Sa. 26.09., 22:45, Hamburg 1
    car port
» zum TV-Programm
7DE