Eisspeedway der Nationen: Alleine das Finale zählt!

Von Manuel Wüst
Eisspeedway der Nationen
Martin Haarahiltunen soll für Schweden Gold holen

Martin Haarahiltunen soll für Schweden Gold holen

Das Eisspeedway der Nationen folgt auf die Eisspeedway-Team-WM. Mit sich bringt der neue Name des Wettbewerbs ein großes und entscheidendes Finale – und Diskussionen über Sportlich- und Sinnhaftigkeit.

Statt sechs Ländern im Vorjahr, werden 2019 am 16./17. Februar im russischen Togliatti sieben Nationalteams am neu genannten «Eisspeedway der Nationen» teilnehmen. Die Kasachen kommen mit einem Team hinzu, so werden an beiden Wettbewerbstagen je 21 Rennläufe im klassischen Best-Pairs-Modus gefahren.

Seit 2003 gehen die Goldmedaillen ununterbrochen nach Russland, auch 2019 sind die Russen, traditionell mit den Top-3 der nationalen Meisterschaft im Nations am Start, der Favorit. Silber ging zumeist nach Schweden oder Österreich. Wenn man die Aufstellungen anhand der Resultate der ersten WM-Rennen in Almaty analysiert, darf man den Schweden in Togliatti am ehesten zutrauen, die Vorläufe auf dem zweiten Rang abzuschließen.

Für die Teams aus Deutschland und Österreich ist bei guter Tagesform ein Podiumsplatz möglich, während die Finnen, Tschechen und Kasachen voraussichtlich die hinteren Plätze belegen werden.

Der Abschluss der 42 Vorläufe spiegelt noch nicht das Endergebnis wieder. «Der Gewinner des Finals ist der Sieger des Eisspeedways der Nationen», sagte Armando Castagna, der weltweit höchste Bahnsport-Funktionär, zum neuen Modus. «Die Punkte werden nicht addiert.»

Somit bringt selbst der größte Punktevorsprung vor dem Finale keinen Vorteil, und die Punkteverteilung von 8, 5, 2 und 0 im Finale wird zur Farce. Wer das Finale gewinnt, dessen Land ist Weltmeister, weil der Zweite und Dritte gemeinsam nur auf sieben Punkte kommen. Man könnte sich die Punktevergabe im Finale auch sparen.

Der Hintergedanke des neuen Systems ist offensichtlich: Die Serie der Russen soll beendet werden.

Der neue Modus könnte den Schweden zu Gute kommen, meinte Martin Haarahiltunen gegenüber SPEEDWEEK.com: «Das erhöht unsere Chancen natürlich. Wir schwedischen Fahrer haben immer noch ein großes Auf und Ab in unseren Leistungen und die Russen sind sehr stabil. Wenn wir im Finale einen Top-Lauf zeigen, können wir sie sicher schlagen.»

Startfeld Eisspeedway der Nationen Togliatti:

Deutschland: Max Niedermaier, Stefan Pletschacher, Hans Weber

Österreich: Franz Zorn, Charly Ebner, Josef Kreuzberger

Schweden: Martin Haarahiltunen, Ove Ledström, Niclas Svensson

Finnland: Tomi Tani, Matti Isoaho, Jussi Nyrönen

Kasachstan: Sergej Serov, Vladimir Cheblokov, Denis Slepukhin

Russland: Daniil Ivanov, Dmitry Koltakov, Dmitry Khomitsevich

Tschechien: Andrej Divis, Jan Klaus, Lukas Volejnik

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