Team-WM Berlin, 1. Tag: Deutschland auf Platz 3

Von Thorsten Horn
Eisspeedway der Nationen
Das deutsche Team gewann vier Läufe

Das deutsche Team gewann vier Läufe

Mit der erwarteten souveränen Leistung der russischen Mannschaft endete der erste Tag des Eisspeedway der Nationen in Berlin-Wilmersdorf. Deutschland ist auf Medaillenkurs.

Vor rund 4000 Fans holten Daniil Ivanov, Dmitry Khomitsevich und Igor Kononov im Horst-Dohm-Eisstadion in Berlin 28 von 30 mögliche Heat-Punkte und gehen mit drei Zählern Vorsprung auf das schwedische Trio Martin Haarahiltunen, Niclas und Stefan Svensson in den Finaltag. An diesem werden die Karten neu gemischt, denn nach weiteren 21 actiongeladenen Läufen fällt die Entscheidung erst im Finale der beiden bis dahin punktbesten Mannschaften.

Bei der Vergabe der Medaillen möchte auch das deutsche Team mit Johann Weber, Max Niedermaier und dem bislang noch nicht zum Einsatz gekommenen Markus Jell ein Wörtchen mitreden. Mit aktuell Platz 3 vor den Teams aus Österreich, Kasachstan, Tschechien und Finnland sieht es gut aus.

Da die sehr ausgeglichene russische Mannschaft ihre drei Fahrer im regelmäßigen Wechsel auf die Bahn schickt, war Weltmeister sowie Grand-Prix-Spitzenreiter 2020, Daniil Ivanov, am Samstag nur vier statt sechs Mal am Start, entschied diese Heats aber allesamt für sich. Seine Teamkollegen Dmitry Khomitsevich und Igor Kononov standen dem nicht großartig nach, stellten sich in den Dienst der Mannschaft, vertraten Daniil Ivanov als Laufsieger und sammelten ebenfalls ordentlich Punkte.



Auf Rang 2 liegen nach dem ersten Tag die Schweden, für die neben Haarahiltunen das Vater-Sohn-Duo Stefan und Niclas Svensson ebenfalls in verschiedenen Konstellationen auf Punktejagd ging. Derzeit haben sie auf die Russen drei Punkte Rückstand und auf die auf Platz 3 liegende deutsche Mannschaft drei Zähler Vorsprung.



Da Russland, auch dank der Ausgeglichenheit der Akteure, strikt durchwechselte, sind Johann Weber und der Österreicher Harald Simon mit je 14 Zählern die Punktbesten, was bei einer Team-WM allerdings wenig Bedeutung hat. Taktisch kluges Fahren und ein Auge für den Mannschaftskollegen sind mehr wert als reiner Speed.



Dementsprechend lobende Worte fand der 35-jährige Bayer Weber: «Es ist bis auf den ersten Heat gegen Schweden für uns gut gelaufen. Ich hatte ein kleines Problem mit dem Gas verlierenden Stoßdämpfer. Aber ich bin sehr zufrieden, zumal wir das teammäßig alles sehr gut gemacht haben. Wenn es von der Geschwindigkeit her nicht ganz so rasant war, haben Max und ich sehr gut zusammengespielt. Wir haben uns auch für die Starts immer abgesprochen. Mir hat es sehr gut getaugt. Der Sonntag ist lang, da kann noch viel passieren. Mit dieser Ausgangslage sollte für uns viel drin sein.»

Dem schloss sich Niedermaier an: «Wir sind auf Kurs, aber noch nicht auf Kurs fürs Finale um die Plätze 1 und 2, wo wir eigentlich hin wollen. Das A-Finale wäre natürlich etwas, darin kann alles passieren. Die Russen kochen auch nur mit Wasser. Auf jeden Fall wäre es schön, wenn Russland mal nicht Weltmeister wird. Das wäre für den Sport gut.»

Ergebnisse Eisspeedway der Nationen Berlin, 1. Tag:

1. Russland, 28 Punkte: Daniil Ivanov 12, Dmitrij Khomitsevich 8, Igor Kononov 8.

2. Schweden, 25 Punkte: Martin Haarahiltunen 12, Niclas Svensson 9, Stefan Svensson 4.

3. Deutschland, 22 Punkte:
Hans Weber 14, Max Niedermaier 8, Markus Jell N.

4. Österreich, 19 Punkte: Harald Simon 14, Franz Zorn 0, Charly Ebner 5.

5. Kasachstan, 12 Punkte: Pavel Nekrassov 4, Vladimir Cheblokov 6, Denis Slepukhin 2.

6. Tschechien, 12 Punkte: Jan Klatovsky 6, Lukas Hutla 6, Andrej Divis 0.

7. Finnland, 8 Punkte: Matti Ioaho 4, Christer Bisko 1, Mikko Jetsonen 3.

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