Wie fährt sich ein Motorrad mit Achsschenkellenkung?
Lukas Trautmann gibt an diesem Wochenende sein Comeback im Motorsport. Der Österreicher startet in Le Mans beim 24-Stunden-Rennen für METISS und bewegt dabei ein Motorrad mit besonderer Lenkung.
Bei den Langstrecken-Klassikern in Le Mans und beim Bol d’Or in Le Castellet ist sie immer mit dabei: Die leidenschaftliche METISS-Mannschaft. Ein kleines französisches Team, dass ihre Bikes in mühevoller Handarbeit komplett selbst baut. Neben dem Suzuki-Motor ist kaum etwas Standard an dieser Maschine. Die große Besonderheit ist zweifelsohne die Achsschenkellenkung.
"Das Motorrad ist auf der Bremse, wie eine Dampfwalze. Wenn du es körperlich zulässt, kannst du mit Abstand am spätesten Bremsen. Das Schwierigste ist, wenn du von der Bremse runtergehst, denn dann verändert sich die Geometrie so krass", staunte Trautmann und erklärte anschließend: "Das Motorrad wird sehr agil und du hast nicht diesen Moment, nachdem das Motorrad etwas weit geht und plötzlich in die Kurve einlenkt. Wenn du die Bremse des Bikes loslässt, dann lenkt es sofort ein."
Für die restliche Saison wird Trautmann beim Team ITeM17 anheuern. Es ist zwar ein völlig anderes Motorrad, aber die Achsschenkellenkung wird bleiben. "ITeM ist auch ein Prototyp mit Achsschenkellenkung, wir planen die Rennen in Spa und beim Bol d’Or. Die Metiss ist bis auf den Suzuki-Motor und Hinterradfelge ein reiner Prototyp, wirklich alles ist hier selbst gebaut. Bei ITeM ist die Basis eine Kawasaki ZX10, ebenfalls mit einer Achsschenkellenkung."
Die 45. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans beginnt am Samstag um 15 Uhr. Auch im Fernsehen und Live-Stream kann der Klassiker verfolgt werden.
24h Le Mans, Ergebnis Qualifying 1&2 (kombiniert):
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