Formel 1: Reaktion auf Sabotage-Vorwurf

24h Le Mans: Suzuki triumphiert vor BMW und Yamaha

Von Tim Althof
Bei strahlendem Sonnenschein endete das 24-Stunden-Rennen von Le Mans vor 78.800 Fans mit einem Sieg von Suzuki. Gregg Black, Etienne Masson und Dan Linfoot waren nach 857 Runden die strahlenden Sieger in Frankreich.

Yoshimura SERT Motul gewinnt die 47. Ausgabe der 24h von Le Mans. Für den Hersteller aus Japan ist es der 15. Erfolg beim Langstreckenklassiker an der Sarthe und der zweite Sieg bei einem 24-Stunden-Rennen in Folge, nachdem die Mannschaft von Damien Saulnier und Yohei Kato auch das Langstrecken-WM-Finale Bol d’Or im September gewonnen hatte.

Gregg Black, Etienne Masson und Dan Linfoot triumphierten auf der 4,1 km langen Strecke am Ende souverän, obwohl der Start in den ersten EWC-Saisonlauf mit einem Sturz etwas schwierig begonnen hatte. Am Sonntagmorgen, nach 16 Stunden Rennzeit hatte die GSXR1000 die Führung übernommen und bis ins Ziel nicht mehr hergegeben.

Auf Platz 2 kam das BMW Motorrad World Endurance Team von Werner Daemen ins Ziel. Mit einer Runde Rückstand waren Markus Reiterberger, Ilya Mikhalchik und der ehemalige Suzuki-Pilot Sylvain Guintoli gegen SERT nicht schlagkräftig genug. Besonders die Dunlop-Reifen dürften mit Ausnahme in der Nacht, gegenüber den Bridgestone-Reifen von Suzuki und Yamaha, im Nachteil gewesen sein. Nach Platz 3 im letzten Jahr in Le Mans gelang nun also eine Verbesserung und erneut ein Podestplatz.

Yamaha kassiert nach 24 Stunden noch einen Podestplatz. Die Weltmeister-Mannschaft von YART führte lange Zeit, musste nach einem Sturz von Karel Hanika am Sonntagmorgen allerdings eine Aufholjagd starten. Mit Platz 3 beginnen Marvin Fritz, Niccolo Canepa und Hanika, der nach seinem Sturz nicht mehr auf der R1 unterwegs war, die Titelverteidigung mit einem ordentlichen Ergebnis.

Hinter Suzuki, BMW und Yamaha kommen mit dem Team Kawasaki Webike Trickstar (Leblanc, Gamarino, Ramos) und National Motos Honda (V. Suchet, S. Suchet, Raymond) zwei weitere Hersteller ins Ziel, sodass fünf verschiedene Marken die Top-5 in Le Mans bekleiden. National Motos erzielte mit Gesamtrang 5 auch den Superstock-Klassensieg.

Nach einem Seuchenjahr 2023 begann die Endurance-WM-Saison für Bolliger Switzerland sehr erfreulich. Die Mannschaft von Kevin Bolliger aus Ruppoldsried fuhr auf dem Circuit Bugatti einen erstklassigen siebten Rang ein. Nico Thöni, Pedro Nuno Romero Barbosa und Alex Toldeo Romero kamen am Sonntag direkt hinter dem Honda-Team Tati (Krummenacher, Clere, Perolari) ins Ziel.

Das Team Motobox Kremer Racing landete bei ihrem 25-jährigen Jubiläum in Le Mans auf dem zehnten Gesamtrang (EWC-Platz 8). Das deutsche Team kam mit ihrem ebenfalls deutschen Fahrertrio bestehend aus Dominik Vincon, Daniel Rubin und Marco Fetz 32 Runden hinter dem Sieger Suzuki über den Zielstrich.

Während hinter National Motos das Team Chromeburner Rac41 (Honda) mit Jesko Raffin, Wayne Tessels, Martin Renaudin und Chris Leesch auf Platz 2 fuhr, wurde das Team 3ART Best of Bike (Kemmer, Vietti-Ramus, Watanuki, Pot) mit der Yamaha R1 auf Platz 3 gewertet, trotz eines Sturzes in der letzten Stunde. In der Experimental-Klasse kam nur die Metiss ins Ziel. Max Schmidt konnte somit auch einen Pokal für den Klassensieg mit nach Hause nehmen.

Was passierte mit der Werks-Honda?

In einer aufregenden Schlussphase entwickelte sich das 24-Stunden-Rennen noch einmal zu einer unvorhersehbaren Angelegenheit. Die Honda von F.C.C. TSR hatte sich auf Position 9 zurückgekämpft, nachdem man insgesamt drei Stürze einstecken musste. Doch 90 Minuten vor dem Ende riss Josh Hook die Kette an der CBR.

Der Australier rollte aus und wirkte angeschlagen. Die Kette schlug bei voller Fahrt gegen das Bein von Hook, der augenscheinlich starke Schmerzen hatte. Mit dem Lieferwagen zurück in der Box angekommen, konnte die Mannschaft von Masakuzi Fujii nur noch das Aus feststellen. Die Kette muss gravierende Schäden an der Fireblade hinterlassen haben.

Ergebnis 24h Le Mans (21. April):

1. Yoshimura SERT Motul (Black, Masson, Linfoot), Suzuki GSX-R1000, 857 Runden
2. BMW Motorrad World Endurance (Reiterberger, Mikhalchik, Guintoli), BMW M1000RR, + 1 Runde
3. YART - Yamaha (Canepa, Fritz, Hanika), Yamaha YZF-R1, + 5
4. Kawasaki Webike Trickstar (Leblanc, Ramos, Gamarino), Kawasaki ZX-10R, + 13
5. National Motos Honda (S. Suchet, V. Suchet, Raymond), Honda CBR1000 RR-R (SST), + 17
6. Tati Team Beringer (Clere, Krummenacher, Perolari), Honda CBR1000 RR-R, + 18
7. Team Bolliger Switzerland (Thöni, Romero Barbosa, Toledo Romero), Kawasaki ZX-10R, + 20
8. BMRT 3D Maxxers (Pilot, Hardt, Cresson), Kawasaki ZX-10R, + 21
9. Chromeburner RAC-41 (Lesch, Tessels, Raffin, Renaudin), Honda CBR1000 RR-R (SST), + 22
10. Motobox Kremer Racing (Vincon, Rubin, Fetz), Yamaha YZF-R1, + 32
11. 3ART Best of Bike (Vietti-Ramus, Kemmer, Watanuki, Pot), Yamaha YZF-R1 (SST), + 45

Ferner:
17. Metiss-JBB (Pons, Schmidt, Rizza, Akroyd), Metiss (EXP), + 68

Ausgeschieden:
F.C.C. TSR Honda (Hook, di Meglio, Techer), Honda CBR1000 RR-R
Tecmas MRP BMW (Foray, Bühn, Arbel, Soomer), BMW M1000RR (SST)
Mana-Au Competition (Trueb, Miralles Gonzalez, Palomares), Honda CBR1000 RR-R
Maco Racing (Meltzer, Choy, Ishizuka), Yamaha YZF-R1
Honda No Limits (Nigon, Gabellini, Steinmayr, Masbou), Honda CBR1000 RR-R (SST)
Honda Viltais Racing (Alt, Odendaal, Mercado), Honda CBR1000 RR-R

WM-Stand nach 1 von 4 Rennen:

1. Yoshimura SERT Motul, 61 Punkte
2. YART - Yamaha, 52
3. BMW Motorrad World Endurance, 51
4. Kawasaki Webike Trickstar, 39
5. Tati Team Beringer, 33
6. Bolliger Switzerland, 28
7. BMRT 3D Maxxers, 24
8. Motobox Kremer, 20
9. KM99, 18
10. Wojcik Honda, 12
11. F.C.C. TSR Honda, 5
12. Viltais Honda, 2
13. Maco Racing, 1

Markenwertung nach 1 von 4 Rennen:

1. Yamaha, 43 Punkte
2. Kawasaki, 43
3. Suzuki, 40
4. BMW, 33
5. Honda, 32

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