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BMW-Aus in Spa: Ursache unklar, Analyse in München

Von Tim Althof
Das BMW-Werksteam schied am Samstag beim Acht-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps vorzeitig nach einem Sturz und Ölleck aus. Das sagen die Verantwortlichen zum Aus beim zweiten EWC-Rennen 2024.

Obwohl BMW den zweiten Lauf der Langstrecken-WM 2024 in Spa-Francorchamps zunächst sogar mit Markus Reiterberger anführen konnte, gelang dem belgischen Team von Werner Daemen vor der Haustüre der eigenen Firma keine Zielankunft. Sylvain Guintoli stürzte noch vor Halbzeit, anschließend konnte ein Ölleck an der M1000RR nicht behoben werden, sodass das vorzeitige Aus unvermeidbar war.

Christian Gonschor, Technischer Direktor von BMW Motorrad Motorsport erklärte nach dem Rennen in Belgien: «Es ist natürlich sehr schade, dass wir das Rennen vorzeitig aufgeben mussten. Mit ihrer Performance hat unsere #37 BMW M 1000 RR einmal mehr zu den absoluten Top-Bikes gehört, und das BMW Motorrad World Endurance Team hat um den nächsten Erfolg auf seiner Heimstrecke gekämpft. Doch Langstreckensport ist ein Härtetest für Mensch und Maschine.»

«Nach Sylvains Sturz und der folgenden Reparatur haben wir ein Ölleck festgestellt. Zur Sicherheit unserer Fahrer, unserer Wettbewerber und der Veranstaltung haben wir gemeinsam entschieden, das Rennen nicht weiter fortzusetzen. Näheres wissen wir noch nicht, es ist auch noch unklar, ob das Leck eventuell die Ursache für den Sturz war», betonte Gonschor. «Diese genaue Schadensanalyse erfolgt nun in München. Danke an das gesamte BMW Motorrad World Endurance Team und unsere Fahrer, die hier in Spa wieder hervorragende und harte Arbeit geleistet haben. Leider blieb diese unbelohnt. Unsere volle Konzentration gilt nun dem nächsten Rennen in Suzuka, wo wir als erster europäischer Hersteller auf das Podium fahren möchten.»

Werner Daemen, der vor zwei Jahren mit seinem BMW-Team in Spa-Francorchamps das 24-Stunden-Rennen gewinnen konnte, war ebenfalls enttäuscht vom Ausgang seines Heimrennens. «Wir hatten ein Problem, ein Ölleck, und wir konnten das Leck während des Rennens nicht finden. Ich denke, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben, als wir das Rennen beendet haben», stellte der 52-Jährige klar.

«Es wäre für die Fahrer und alle da draußen auf der Strecke zu gefährlich gewesen. Daher haben wir alle zusammen diese Entscheidung getroffen. Nun geht es für uns nach Japan, darauf konzentrieren wir uns, und nächste Woche absolvieren wir einen Test», richtet Daemen den Blick in die Zukunft.

8h Spa, Rennergebnis (8. Juni):

1. YART - Yamaha (Canepa, Fritz, Hanika), Yamaha YZF-R1, 201 Runden
2. Yoshimura SERT Motul (Black, Masson, Linfoot), Suzuki GSX-R1000, +40,145 sec.
3.Tati Team Beringer (Clere, Krummenacher, Perolari), Honda CBR1000 RR-R, +3 Runden
4. Honda Viltais Racing (Alt, Odendaal, Mercado), Honda CBR1000 RR-R, +4
5. F.C.C. TSR Honda (Hook, Techer), Honda CBR1000 RR-R, +5
6. Team Bolliger Switzerland (Thöni, Brenner, Romero Barbosa), Kawasaki ZX-10R, +5
7. Team Aviobike by M2 Revo (Calia, Bernardi, Cocco), Aprilia RSV4 1100 (SST), +5
8. National Motos Honda (V. Suchet, S. Suchet, Raymond), Honda CBR1000 RR-R (SST), +6
9. BMRT 3D Maxxess Nevers (Cresson, Pilot, Lonbois), Kawasaki ZX-10R, +7
10. Team 33 Louit April Moto (Saltarelli, Antiga, Sanchis), Kawasaki ZX-10R (SST), +7

Ferner:
14. Motobox Kremer Racing (Vincon, Rubin, Fetz), Yamaha YZF-R1, +9

WM-Stand nach 2 von 4 Rennen:

1. Yoshimura SERT Motul, 88 Punkte
2. YART - Yamaha, 87
3. Tati Team Beringer, 54
4. BMW Motorrad World Endurance, 53
5. Team Bolliger Switzerland, 43
6. Kawasaki Webike Trickstar, 39
7. BMRT 3D Maxxess, 38
8. Motobox Kremer, 33
9. KM99, 29
10. F.C.C. TSR Honda, 26
11. Honda Viltais Racing, 22
12. Wojcik Honda, 21
13. MACO Racing, 13
14. MANA-AU Competition, 10

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