Gerhard Berger: Pascal Wehrlein im Mercedes sinnvoll

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Der frühere Formel-1-Star Gerhard Berger (57) spricht in der Sendung «Sport und Talk im Hangar-7» von ServusTV über den Nachfolger von Nico Rosberg: «Für mich macht nur eine Lösung Sinn – Pascal Wehrlein.»

Seit dem Rücktritt von Nico Rosberg von Freitag, 2. Dezember, ist in den sozialen Netzwerken der Teufel los: Die Fans diskutieren leidenschaftlich darüber, wer wohl der geeignetste Nachfolger für den Weltmeister wäre.

Der 210fache GP-Teilnehmer Gerhard Berger (zehn Siege) bekommt in der ServusTV-Sendung «Sport und Talk im Hangar-7» von Gastgeber Andreas Gröbl einige Bilder möglicher Kandidaten gezeigt. Der Tiroler sagt über ...

... Sebastian Vettel: «Der kommt aus seinem Ferrari-Vertrag nicht raus.»

... Sergio Pérez: «Ich finde, er hat seine Chance gehabt und hat nicht genug bewiesen.»

... Valtteri Bottas: «Hat ebenfalls einen Vertrag, aus dem er vielleicht nur mit Geld rauskommt. Und trotz des Management-Einflusses von Toto Wolff würde ich sagen – eher nein.»

... Daniel Ricciardo: «Den wollen alle haben, aber der kleine Unterschied ist, dass ihn Red Bull eben hat. Ein ganz klares Nein.»

... Pascal Wehrlein: «Ein absolutes Ja, für mich der Idealkandidat.»

... Nico Hülkenberg: «Hat einen Vertrag bei Renault, das ist erledigt.»

... Max Verstappen: (Gerhard beginnt zu lachen) «Der kostet hundert Millionen! Max hat einen Vertrag bei Red Bull und steht dort sehr hoch im Kurs.»

... Estaban Ocon: «Ein halbes Nein, da er zwar einen Force-India-Vertrag besitzt, aber auch Mercedes-Junior ist.»

Als Gerhard Berger dann Jenson Button gezeigt bekommt, meint der 57-Jährige: «Wir können das abkürzen – es gibt keinen ausser Pascal Wehrlein. Die Top-Teams betreiben alle Nachwuchsarbeit, allen voran Red Bull. Das hat zum Ergebnis, dass Red Bull heute fahrerisch das vielleicht stärkste Team hat, mit Daniel Ricciardo und Max Verstappen. Etwas Ähnliches hat Mercedes aufgegleist, und einer dieser Jungs heisst Pascal Wehrlein. Der ist gut. Wie gut er wirklich ist, kann ich noch nicht sagen. Das wäre doch nun der perfekte Moment, um dem Burschen eine Chance zu geben. Er hat bei Manor ein Jahr Erfahrung gesammelt, er kann einsteigen und gleich loslegen. Er ist schon viel Formel 1 gefahren, als er 2015 noch in der DTM fuhr. Nun ist er fertig ausgebildet. Es wäre widersinnig von Mercedes, ihm diese Möglichkeit nicht zu geben.»

«Klar wird er Hamilton nicht das Wasser reichen können. Aber wenn er das Talent ist, das sich Mercedes erhofft, dann kann er in diese Rolle hineinwachsen. Er hätte auch den Vorteil, dass er als Nummer 2 Lewis Hamilton keine Punkte wegnimmt. Zum Vergleich Red Bull Racing: Wenn Renault die Hausaufgaben richtig löst, dann – so bin ich fest überzeugt – werden die 2017 ein Wörtchen um den WM-Titel mitreden. Aber Daniel Ricciardo und Max Verstappen werden sich gegenseitig Punkte wegnehmen. Mercedes kann das anders machen. Die könnten sagen: Wir setzen ganz auf Hamilton. Klar hat da in der Markenwertung Red Bull Racing die besseren Karten, aber in der Fahrer-WM könnte es schwierig werden.»

Ende 2017 laufen die Verträge zahlreicher Spitzenpiloten aus, wie Vettel, wie Alonso. Gerhard Berger: «Ich bin absolut überzeugt, dass da schon Gespräche laufen. Ich glaube zwar nicht, dass dabei Alonso eine Rolle spielt. Er war ja schon mal Mercedes-Fahrer, damals bei McLaren, und das ist nicht so gut ausgegangen. Aber nochmals: Wenn sich Wehrlein gut entwickelt, dann drängt sich das Thema gar nicht auf, dann wäre auch die Nachwuchsarbeit von Mercedes aufgegangen. Und das ist letzlich ja Sinn der Sache.»

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