Boullier bangte um McLaren: «Alonso wird gehen!»

Von Andreas Reiners
Formel 1
Fernando Alonso und Eric Boullier

Fernando Alonso und Eric Boullier

Eric Boullier war sich Anfang 2017 ganz sicher, dass Fernando Alonso McLaren-Honda verlassen wird. Sehr sicher.

Die Szene sprach Bände. Glücklicherweise blieb sie intern. Denn Eric Boullier saß nach den Testfahrten in Barcelona vor rund einem Jahr in einem Meeting mit McLaren-Geschäftsleiter Jonathan Neale und war konsterniert.

Und zu «100 Prozent sicher», dass Fernando Alonso das Team verlassen wird. Gerade erst war klargeworden, dass McLaren-Honda noch schlechter aufgestellt war als noch im Vorjahr. Und bereits das war alles andere als gut.

Diese Szene ist im Rahmen der vierteiligen Dokuserie "Grand Prix Driver" über die Saison 2017 von McLaren-Honda zu sehen, die am 9. Februar auf Amazon Prime Premiere feierte. In der Doku wirft Amazon einen Blick hinter die Kulissen des Rennstalls, vor allem was die Testfahrten in Barcelona betrifft. Dabei kam es zu besagtem Meeting.

«Wisst ihr, was er sagen wird? "Ciao bello", er wird nicht bleiben, ganz klar. Da bin ich zu 100 Prozent sicher», sagte der McLaren-Rennleiter: «Nach diesen Testfahrten ist klar, dass Fernando ziemlich angepisst ist. Er wird seine Position überdenken und sagen: "Noch so ein Jahr überlebe ich nicht."»

Boullier hatte Angst um das gesamte Projekt, dass ein solcher Schritt Alonsos das ganze Team ins Wanken bringt. «Ich kenne den Domino-Effekt. Es braucht Jahre, um ein F1-Team aufzubauen, aber man kann es in sechs Monaten zerstören», so der Franzose.

Warum Alonso diesen Schritt dann doch nicht ging? Ein triftiger Grund ist die Trennung von Honda. In der Doku wird ebenfalls gezeigt, wie Neale diese der Belegschaft ankündigt: «Es war ein Schock für uns alle. Von Honda wurde eine Grenze überschritten. Wir sind fertig. Wir müssen einen neuen Weg finden, einen neuen Plan.» Der wurde in Form des neuen Motorenpartners Renault einige Monate später offiziell verkündet.

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