Brendon Hartley: Honda-Motor fahrbarer als Renault

Von Mathias Brunner
Formel 1
Brendon Hartley vor Fernando Alonso

Brendon Hartley vor Fernando Alonso

​Toro Rosso-Honda ist die Überraschung von Barcelona: Brendon Hartley wurde kurz vor Schluss des ersten Testtags als Trainingsfleissigster abgelöst. Wo ist die Unzuverlässigkeit von Honda hingekommen?

Wer hätte das vor dem ersten Formel-1-Wintertesttag in Spanien gedacht: Ausgerechnet der in den letzten Jahren so anfällige Honda-Motor läuft im Heck des Toro Rosso-Renners klaglos. Der neuseeländische Sportwagen-Weltmeister Brendon Hartley wurde erst kurz vor Schluss von Daniel Ricciardo als fleissigster Fahrer abgelöst!

Der 28jährige Hartley ist happy: «Das ist wirklich ein positiver Tag. Geärgert hat mich nur das Wetter, zum Schluss wurde es eisig kalt, da haben wir den Tag vorzeitig beendet. Chassis und Motor haben sich von Anfang an gut angefühlt. Das Jahr mit 93 Runden zu beginnen, ist prima. Das Auto hatte sofort eine gute Balance, aber da kommt noch viel mehr.»

«Die Reifen sind nicht ganz einfach zu handhaben. Wenn du einmal etwas Tempo rausnimmst, da reichen zwei Kurven, dann fallen sie sofort aus dem idealen Nutzfenster. Danach fährst du wie auf Eis. Dennoch haben wir sehr viel gelernt heute.»

«Ich finde den Motor sehr gut, auch was die Fahrbarkeit angeht. Um genau zu sein, fühlt sich der Motor besser an als jener, mit dem ich im vergangenen Herbst unterwegs war. Ich habe wirklich keinen Anlass zum Klagen.»

«Vor allem hat es gutgetan, endlich zum Fahren zu kommen. Im Herbst mussten wir mit den Triebwerken so jonglieren, dass ich kaum auf die Bahn gehen konnte. Honda hat viel an der Zuverlässigkeit getan, das ist ein ermutigender Start in die Saison.»

«Es tut gut, die Saison mit frisch aufgeladenen Batterien zu beginnen. Ich habe erst zum Schluss des letzten Jahres bemerkt, wie müde ich wirklich bin – nachdem ich eine Weile jedes Wochenende Rennen fuhr, Formel 1, Langstrecke, Formel 1 und so fort. Ich lief nur noch auf Red Bull und Adrenalin. Jetzt bin ich ein anderer Mensch, ausgeruht und bereit und ruhig, weil ich eine ganze Saison fahren kann.»

«Der grösste Nachteil war für mich die mangelde Erfahrung mit den Reifen. Es ist wirklich knifflig, die Reifen im optimalen Bereich zu halten. Die Wintertests sollen mir dabei helfen, diese Erfahrung dazu zu gewinnen. Aber der Wetterbericht ist derzeit leider mies. Dennoch weiss ich jetzt schon – gemessen am Debüt in Austin, als ich quasi ins kalte Wasser geschmissen wurde, wird meine Saisonvorbereitung üppig sein.»

Barcelona-Test, Tag 1

1. Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull Racing RB14-TAG Heuer, 1:20,179 (103 Runden)
2. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W09 EQ Power+, 1:20,349 (58)
3. Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari SF71H, 1:20,506 (80)
4. Nico Hülkenberg (D), Renault R.S.18, 1:20,547 (73)
5. Fernando Alonso (E), McLaren MCL33-Renault, 1:21,339 (47)
6. Carlos Sainz (E), Renault R.S.18, 1:22,168 (26)
7. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W09 EQ Power+, 1:22,327 (25)
8. Brendon Hartley (NZ), Toro Rosso STR13-Honda, 1:22,371 (93)
9. Lance Stroll (CDN), Williams FW41-Mercedes, 1:22,452 (46)
10. Romain Grosjean (F), Haas VF-18-Ferrari, 1:22,578 (55)
11. Marcus Ericsson (S), Sauber C37-Ferrari, 1:23,408 (63)
12. Nikita Mazepin (RU), Force India VJM11-Mercedes, 1:25,628 (22)
13. Sergey Sirotkin (RU), Williams FW41-Mercedes, 1:44,148 (23)

Und so geht es am Dienstag, 27. Februar, weiter:

Barcelona-Test, Tag 2, Fahrer

Sebastian Vettel (D), Ferrari SF71H
Estaban Ocon (F), Force India VJM11-Mercedes
Kevin Magnussen (DK), Haas VF-18-Ferrari
Stoffel Vandoorne (B), McLaren MCL33-Renault
Lewis Hamilton (GB), dann Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W09 EQ Power+
Carlos Sainz (E), dann Nico Hülkenberg (D), Renault R.S.18
Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB14-TAG Heuer>
Charles Leclerc (MC), Sauber C37-Ferrari
Pierre Gasly (F), Toro Rosso STR13-Honda
Lance Stroll (CDN), dann Robert Kubica (PL), Williams FW41-Mercedes

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