Lewis Hamilton: «Marc Márquez in Formel 1 willkommen»

Von Rob La Salle
Formel 1

​MotoGP-Champion Marc Márquez hat vor kurzem einen Formel-1-Renner ausprobiert. Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton fände es fabelhaft, wenn der spanische Superstar ernsthaft an einen Wechsel denken würde.

Marc Márquez im Toro Rosso-Formel 1 – das hat Anfang Juni weltweit Schlagzeilen gemacht. Im Rahmen des Grossen Preises von Kanada ist Mercedes-Star Lewis Hamilton auf den Test des Spaniers angesprochen worden. «Ich hatte gar nicht gewusst, dass sich Márquez für die Formel 1 interessiert», sagte der Engländer.

Bike-Fan Hamilton meint: «Ich glaube, es ist für einen Motorradrennfahrer einfacher, ein Formel-1-Auto zu fahren als umgekehrt. Ich bin überzeugt, wenn ich eine MotoGP-Maschine ausprobierte, dann würde ich mir ziemlich schnell einen Knochen brechen. Ich finde den Márquez-Test aufregend, und ich sage – die Formel 1 würde eine Legende wie ihn immer willkommen heissen.»

Im April hatte Hamilton zu diesem Thema gemeint: «Manchmal wünschte ich, wir hätten noch die Ära, wie sie John Surtees erlebte. Als er Motorrad- und Autorennen gleichzeitig fahren konnte. Wie cool das wäre!»

«Ich weiss, wie gut die MotoGP-Jungs einen Formel-1-Renner bewegen können.» (Was beispielsweise Valentino Rossi im Ferrari und Jorge Lorenzo im Silberpfeil bewiesen hatten, M.B.) «Der Weg, um konkurrenzfähig Rennen zu fahren, wäre ein wenig steiniger. Aber wenn ich selber auf eine MotoGP-Maschine klettern würde, nur zum Test, dann bin ich ganz sicher, dass ich runterfallen und mich verletzen würde. Ich meine, diese Jungs purzeln ja schon runter, obschon sie ihr Handwerk beherrschen! Ich bin leider nicht bruchsicher. Aber ich schätze, so oft wie ein Márquez schon vom Motorrad gefallen ist, muss er das inzwischen sein!»

Márquez hatte seinen Tag im Toro Rosso sichtlich genossen. «Dieser Tag bleibt immer in meiner Erinnerung. Am Vorabend war ich nervös, nervöser als an einem Rennwochenende. Ich konnte kaum schlafen.»

Für den Spanier hat sich bewahrheitet: «Der grösste Unterschied sind die Bremsen. Ich denke mir immer, es wird nicht reichen. Man bremst ganz anders. Wir haben mit Mark und Helmut daran gearbeitet. Das Coolste sind die schnellen Kurven. Mark Webber und Helmut Marko sagten immer, du hast noch mehr Luft. Aber man muss auch Respekt haben.»

Márquez leistete sich einen Dreher und weiss nun: «Im Auto fühlt man sich anfangs etwas sicherer. Aber dann ist das Gefühl entgegengesetzt. Im Auto ist dann nämlich die Sicht das Problem. Wenn man fährt, blickt man weit voraus, weil das Tempo so hoch ist. Mark hat mir das beigebracht. Als Kind habe ich immer zwei Räder gewählt. Man muss immer den richtigen Weg wählen. Jos Verstappen und Carlos Sainz haben mit vier Rädern ja auch so früh begonnen. Im Moment sind Autorennen nicht im Plan. Man benötigt das perfekte Team um sich und vieles mehr.»

Und der Spanier zog auch Vergleiche zu anderen Fahrern, die vom Rennwagen auf ein Bike gestiegen sind: «Ich hatte ja in diesem Bereich schon Erfahrung mit Fernando Alonso in Motegi. Er hat damals auf der Honda viel zu spät gebremst vor der ersten Kurve. Ich rief unter dem Helm ‚bremse, bremse, endlich!‘ Er ging sehr schnell in die Kurven, genau wie mit dem Auto.»

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