Eddie Jordan über Ferrari schockiert: Messer im Herz

Von Mathias Brunner
Formel 1
Eddie Jordan und Mark Webber

Eddie Jordan und Mark Webber

​Der frühere Formel-1-Rennstallbesitzer Eddie Jordan (70) ist schockiert über die Leistung, die Ferrari in Singapur gezeigt hat: «Das war ein Messerstich mitten ins Herz, das Titelrennen ist gelaufen.»

Der Irländer Eddie Jordan verfolgt die Formel 1 als Experte von des englischen Channel 4. In Singapur kommentierte der Mann mit dem Hang zu bunten Hemden das Geschehen mit den Grand-Prix-Siegern David Coulthard und Mark Webber. Was der 70jährige Jordan in Singapur gesehen hat, verblüfft den wortgewandten Iren. «Das Titelrennen ist gelaufen. Das war heute ein Messerstich mitten ins Herz von Ferrari. Die Italiener haben das nicht auf die Reihe bekommen, ihre Strategie war schockierend.»

In Singapur lief hinten und vorne nichts zusammen für Ferrari. Ein Mauerkuss von Vettel kostete wertvolle Trainingszeit. Im Qualifying konnten die Italiener den Plan einer anderen Reifenstrategie als Mercedes nicht umsetzen. Im Rennen nahmen die italienischen Techniker einen neuen Anlauf. Aber der Plan mit dem Unterschneiden von Leader Hamilton klappte nicht – der Mercedes-Star konnte nach Belieben Tempo mobilisieren, der von Ferrari erwartete Abbau der hyperweichen Reifen am Silberpfeil kam nicht. Vettel kam zudem nach dem Stopp hinter Pérez auf die Bahn zurück, damit konnte Vettel den Vorteil der ultraweichen Reifen nicht nutzen. Und obendrein begannen die Bremsen am Ferrari zu überhitzen, denn Sebastian hing zwei Runden lang hinter dem Mexikaner fest. Ergebnis: Als sich Max Verstappen frische Pirelli abholte, fiel der Ferrari-Fahrer auf Rang 3 zurück.

Eddie Jordan tadelt: «Ferrari hat in diesem Jahr den kraftvollsten Motor, aber sie haben die WM-Führung schon vor Singapur versemmelt. Sie waren in angriffslustiger Stimmung nach Asien geflogen. Aber wie sie nachher vorgegangen sind, davon bin ich entgeistert. Sie haben sich dazu verurteilt, diese Weltmeisterschaft zu verlieren. Das ist gelaufen.»

Lewis Hamilton hat nun sieben Rennen in dieser Saison gewonnen (Vettel fünf), vor allem jedoch triumphierte der Engländer bei vier der letzten fünf Grands Prix. Damit hat er in der Fahrer-WM einen komfortablen Vorsprung, es steht 281:241 für den Engländer, bei noch sechs ausstehenden Rennen.

In der Markenwertung hat Mercedes gegen Ferrari mit 452:415 Punkten die Nase vorn.

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