GP-Pilot Jan Lammers: So wird das neue Zandvoort

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Der frühere Grand-Prix-Fahrer und Le-Mans-Sieger Jan Lammers arbeitet heute als Sportdirektor für Zandvoort. Der 62jährige Niederländer sagt, was sich in Zandvoort alles verändern wird.

Schon am GP-Wochenende in Barcelona sickerte durch: Bald würde bekannt werden, dass die Formel 1 nach Zandvoort zurückkehrt. Ein niederländischer Grand-Prix-Reporter sagte mir: «Wenn ihr glaubt, dass die Staus in Le Castellet im letzten Jahr epochal waren, dann wartet mal ab, was 2020 in Zandvoort los sein wird.»

So wie auf dem südfranzösischen Circuit Paul Ricard ist die Zufahrt auch zur niederländischen Rennstrecke an der Nordsee nicht ganz unproblematisch. Und auch an der Strecke wird Einiges getan werden müssen, wie Jan Lammers bestätigt. Der 23fache GP-Teilnehmer war in der Formel 1 für Shadow, Ensign, ATS, Theodore und March unterwegs. Anders gesagt: Er hatte nie gutes Material. Mit konkurrenzfähigem Rennauto konnte er etwa in Le Mans 1988 zeigen, wozu er fähig ist – Sieg mit Jaguar, an der Seite von Andy Wallace und Johnny Dumfries.

Heute ist der inzwischen 62jährige Lammers Sportdirektor des 2020er Grossen Preises der Niederlande in Zandvoort. Im Rahmen einer Pressekonferenz hat Lammers erklärt, was sich an der Traditionsrennstrecke alles ändern wird, wenn der GP-Zirkus zurückkommt.

«Zunächst einmal rücken wir die Start/Ziel-Linie ein wenig näher zur Tarzankurve, damit die Startaufstellung von der Haupttribüne besser zu sehen ist. Der Ausgang der Gerlachbocht wird aus Sicherheitsgründen verbreitert. Die darauffolgende Hugenholtzbocht wird innen breiter, damit können die Piloten mehr Schwung auf die Passage Richtung Scheivlak mitnehmen.»

Die Hugenholtzbocht ist übrigens benannt nach Pistenarchitekt Hans Hugenholtz, der auch die Strecken von Suzuka und Jarama entworfen hat.

Lammers weiter: «Der zweite Teil der Hans Ernstbocht wird verkürzt, aber erweitert, das sollte eine flüssigere Linie gestatten und den Stop-and-go-Charakter dieser Passage beenden. Die letzte Kurve vor Start und Ziel, benannt nach Rennfahrer Arie Luyendyk, wird leicht überhöht, um dort schon früh den Heckflügel flach zu stellen und damit auf der folgenden Geraden einen Gegner zu attackieren.»

Williams-Pilot George Russell in Spanien: «Ich hoffe, sie werden die verschiedenen Kiesbetten in Zandvoort nicht durch Asphaltflächen ersetzen. Denn heute ist es so: Ein Fehler und du wirst bestraft.»

Jan Lammers hat sich dazu in Zandvoort nicht geäussert. Noch ist auch nicht im Detail klar, wo überall Zusatztribünen errichtet werden und wie das Verkehrskonzept aussehen wird.

Das Fahrerlager ist gemessen am üblichen Formel-1-Niveau eher kompakt, um nicht zu sagen – zu klein. Unsere niederländischer Kollege meinte in Barcelona augenzwinkernd: «Wenn Red Bull seine Energy-Station aufstellt, ist es so gut wie ausgefüllt.»

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