Max Verstappen über Alex Albon: «Das war clever»

Von Rob La Salle
Formel 1
Max Verstappen und Alex Albon

Max Verstappen und Alex Albon

​Red Bull Racing-Honda tritt 2020 in der gleichen Besetzung an wie heute: mit dem Niederländer Max Verstappen und dem Thai-Briten Alexander Albon. Verstappen sagt, wieso er das gut findet.

Max Verstappen hatte bislang vier Stallgefährten in der Formel 1: 2015 und 2016 fuhr er bei Toro Rosso an der Seite des Madrilenen Carlos Sainz; vor dem Spanien-GP 2016 rückte er von Toro Rosso zu Red Bull Racing und wurde damit Teamkollege von Daniel Ricciardo. Das blieb so bis Anfang 2019: Ricciardo hatte sich Richtung Renault vertschüsst, Pierre Gasly wurde sein Nachfolger bei RBR. Aber der Franzose konnte nicht überzeugten, so dass Red-Bull-Rennberater Dr. Helmut Marko handelte – in der Sommerpause 2019 kam es zum Platzwechsel zwischen Gasly und dem Londoner Alexander Albon, der eine Chance im grösseren Red-Bull-Team erhielt.

Der Thai-Brite bedankte sich für die Beförderung mit einem guten Rennen nach dem anderen: Fünfter beim Debüt in Spa-Francorchamps, Sechster in Monza und Singapur, Fünfter in Sotschi, Vierter in Suzuka, dann nochmals zwei Mal Fünfter in Mexiko-Stadt und Austin.

Für Verstappen kam das wenig überraschend. «Ich weiss, wie sich Alex im Sommer gefühlt hat, mit mir ist 2016 das Gleiche passiert, als ich von Toro Rosso zu Red Bull Racing gekommen bin. Ich kenne Alex seit vielen Jahren, ich bin 2010 gegen ihn Kart gefahren, Pierre Gasly war damals auch dabei. Wir sind in der WM und der EM gegeneinander angetreten, da gab es auch die eine oder andere Berührung. Alex ist ein schneller Hund, und er ist überaus tatendurstig. Ich halte sehr viel von ihm.»

Ein paar Monate später hat Albon den verdienten Lohn für seine guten Leistungen erhalten: Er sitzt auch 2020 im Red Bull Racing-Honda neben Max. Verstappen in Interlagos: «Die vergangenen zwölf Monate müssen für ihn eine ziemliche Achterbahnfahrt gewesen sein – Formel-1-Vertrag, dann die Beförderung zu Red Bull Racing. Zum Glück ist er grundsätzlich ein recht entspannter Typ, es ist sehr leicht, mit ihm auszukommen, und alle im Team mögen ihn.»

«Alex ist schnell, macht seinen Job, fährt regelmässig Punkte ein. Es war clever, ihn bei uns zu lassen. Aber letztlich kam es dabei nicht auf meine Meinung an, sondern auf die Einschätzung von Christian Horner und Dr. Helmut Marko, sie entscheiden.»

Albon selber hatte einen simplen Plan: «Ich wollte meine Haut einfach so teuer als möglich verkaufen und beweisen, dass ich diesen Platz verdiene. Ich wusste nicht, wann es eine Entscheidung geben würde. Ich wollte mich einfach auf meine Einsätze konzentrieren und mich weiterentwickeln. Mir war klar, dass früher oder später entschieden werden muss, wie es weitergeht. Aber ich wollte mich davon nicht stressen lassen.»

Albon hat mit seiner schönen Serie guter Ergebnisse inzwischen seinen Vorgänger Pierre Gasly überholt. Er liegt auf dem sechsten Zwischenrang, mit 84 Punkten, vor McLaren-Fahrer Carlos Sainz (80) und Pierre Gasly (77).

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