Bernie Ecclestone: «Hätte Formel E begraben»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Bernie Ecclestone

Bernie Ecclestone

Der frühere Formel-1-Zirkusdirektor Bernie Ecclestone hätte sich von Anfang an gegen die rein elektrische Formel-E-Serie eingesetzt. «Aber jetzt ist es zu spät, um noch was zu unternehmen», weiss er.

Seit Bernie Ecclestone nicht mehr der Machthaber im Formel-1-Fahrerlager ist, äussert er sich nur noch gelegentlich in der Öffentlichkeit über die Königsklasse. Doch wenn der Baumeister der modernen F1 über den GP-Zirkus redet, dann spricht er wie gewohnt Klartext. So auch im jüngsten Interview von «Autocar», in dem er auch über die Rolle der Formel E spricht.

Dass Ecclestone kein Freund der rein elektrischen Formelsport-Serie ist, die sich vor allem bei den Herstellern grosser Beliebtheit erfreut, ist kein Geheimnis. Deshalb überrascht es auch kaum, dass der geschäftstüchtige Brite gleich von Anfang an gegen die Konkurrenz vorgegangen wäre, wie er betont.

«Mir tun die Formel-1-Verantwortlichen leid, denn sie müssen die Auswirkung der Formel E berücksichtigen. Ich hätte sie begraben und mir alle Argumente erspart. Es wäre nicht passiert, wenn ich dabei gewesen wäre», beteuert der 89-Jährige, der gleichzeitig betonte, dass es mittlerweile zu spät dafür sei.

«Mittlerweile reden alle nur noch über Elektroautos, also wäre es wohl etwas zu mutig, jetzt dagegen vorzugehen», räumte Ecclestone ein. Und er seufzte: «Es scheint mir, dass die sogenannte jüngere Generation ganz allgemein kein Interesse mehr an Autos hat. Ich nehme an, dass es in ein paar Jahren auch nichts mehr an einem Auto geben wird, wofür man sich begeistern kann.»

Für die populäre Elektromarke Tesla hat Ecclestone auch nicht viel übrig. Er ist sich sicher, dass diese wieder in Vergessenheit geraten wird. «Ich denke, eines Tages wird man Tesla vergessen haben, aber an Ferrari wird man sich immer erinnern. Auch andere Leute bauen Elektroautos. Tesla mag heute Marktführer sein, aber bald ist das nichts Spezielles mehr.»

«Was ist en Leuten überhaupt wichtig an diesen Autos?», fragte er daraufhin, und lieferte die Antwort gleich selbst: «Sie wollen ein Auto mit Elektroantrieb, es ist ihnen wichtig, dass es ein Elektroauto ist, die Marke an sich ist ihnen egal. Deshalb wird sich das nicht halten können. Die Marke Ferrari ist hingegen so stark, dass die Scuderia aus der Formel 1 aussteigen könnte und immer noch gigantisch wäre. Auch wenn sie nicht gewinnen, kann man auf der Strasse jeden fragen, wer den Titel geholt hat, und die Antwort wird oft ‚Ferrari‘ lauten.»

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