MotoGP: Ducati-Erfolg kam nicht vom Motor

Wegen Coronakrise: F1-Werk von Aston Martin erst 2022

Von Adam Cooper
So soll das künftige Aston Martin-Rennwagenwerk aussehen

So soll das künftige Aston Martin-Rennwagenwerk aussehen

​Der kommende Formel-1-Rennstall von Aston Martin (heute Racing Point) wollte im Sommer 2021 in ein neues Werk umziehen. Wegen der Coronakrise ist das auf August 2022 verschoben worden.

Der kanadische Selfmade-Milliardär Lawrence Stroll (Vermögen gemäss Forbes: 2,6 Milliarden US-Dollar) hatte im August 2018 Force India gerettet, zusammen mit einer Gruppe von Investoren. Stroll wollte mehr. Er sicherte sich zu Beginn des Jahres 2020 mit seinen Geschäftspartnern für 216 Millionen Euro 16,7 Prozent am Sportwagenhersteller Aston Martin.

Bei einer Aktionärsversammlung in London wurde im April beschlossen – der 60jährige Lawrence Stroll schiesst noch mehr Geld ein, seit 20. April ist er Vorstandsvorsitzender von Aston Martin Lagonda, mit 25 Prozent der Aktien, die er sich fast 200 Millionen Euro kosten lässt. Lawrence Stroll: «Grundlage unser Strategie für die Sportwagenfirma wird die Rückkehr von Aston Martin als Formel-1-Werksteam. Dies ermöglicht es der Marke, ein Gesamtpublikum von zwei Milliarden Menschen pro Jahr zu erreichen.»

Aus Racing Point wird 2021 Aston Martin. Wo die Reise für den Rennstall aus Silverstone hingehen soll, hat Teamchef Otmar Szafnauer so formuliert: «Wir wollen innerhalb von drei Jahren die Lücke zur Spitze schliessen. Wir wollen eine Chance auf Rennsiege erhalten und regelmässig Podestplätze einfahren. Aus den heutigen drei Top-Teams könnten die Top 4 oder Top 5 werden, und da wären wir mittendrin. Wir werden allerdings ein paar Jahre brauchen, bis unsere Rennwagenfabrik auf einem höheren Niveau sein wird und die richtigen Leute eingestellt sind.»

Dieses höhere Niveau sollte schon 2021 erreicht werden – in Form eines neuen Rennwagenwerks in Silverstone. Aber die Coronakrise hat dazu geführt, dass diese Pläne um ein Jahr aufgeschoben sind. Aufgrund der Pandemie gehen die Bauarbeiten neben dem heutigen Werk nicht wie geplant voran. Teamchef Otmar Szafnauer: «Wir sind seit 1990 in den heutigen Hallen, wir platzen aus allen Nähten.»

«Wir brauchen dringend mehr Platz, und wir wollen als Aston Martin auch anders auftreten. Aber wegen der Coronakatastrophe mussten wir das Timing überdenken. Wir hatten die Möglichkeit, den eigentlich auf Sommer 2021 geplanten Umzug um jene drei oder vier Monate aufzuschieben, die wir wegen des Lockdowns verloren haben. Aber das hätte einen Umzug im Winter bedeutet, und das wollten wir nicht. Also haben wir das Ganze um ein Jahr verschoben und werden das neue Werk in der Sommerpause 2022 beziehen. Wir gewinnen dadurch fünf bis sechs Monate, was es uns erlaubt, noch detaillierter zu planen.»

Noch nicht entschieden ist, ob Massnahmen gegen Corona in den Werksbau einfliessen. Otmar Szafnauer: «Das ist noch nicht entschieden. Keiner kann sagen, ob wir auch in zwei Jahren noch Abstand wahren müssen oder ob jeder Mitarbeiter eine Kabine aus Plexiglas benötigt. Wir sehen uns das alles an für den Fall, dass keine Impfung gegen Corona kommen sollte. Wir werden vorbereitet sein. Mehr ins Detail gehen zu können, das wird auch Kosten sparen.»

Das neue Formel-1-Werk von Aston Martin wird so entworfen, dass Gäste die Möglichkeit haben, das Team bei der Arbeit beobachten zu können. Otmar Szafnauer: «Aston Martin wird auf das Geländer stolz sein.»

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