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Ferrari: Erste Motorversion 2020 bereits eingemottet

​Wenn Anfang Juli auf dem Red Bull Ring die Saison beginnt, verwenden Sebastian Vettel und Charles Leclerc eine Ausbaustufe des 2020er Ferrari-Motors, die erste Version wird nie beim Rennen eingesetzt.

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Februar 2020: Der dritte Wintertesttag auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya verlief für Sebsatian Vettel nicht störungsfrei. Der Ferrari-Star musste den SF1000 wegen eines Problems mit dem Motor am Streckenrand abstellen. Die Antriebseinheit wurde ausgebaut und nach Italien zur Analyse geschickt.

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In der zweiten Testwoche sagte Ferrari-Teamchef Mattia Binotto zu diesem Motorproblem: "Wir sind heute mit dem gleichen Aggregat unterwegs, das wir wegen Schwierigkeiten mit der Schmierung zum Check nach Maranello geschickt hatten. Es war keine grosse Sache, die wir aus der Welt geschafft haben; wir hatten das Problem bereits einmal auf einem unserer Prüfstände, aber wir haben die richtigen Massnahmen unternommen, damit es nicht mehr vorkommt."

In der zweiten Testwoche lief dann alles nach Plan. Aber dennoch werden wir dieses Triebwerk – Spezifikation 065/1 – nie im Renneinsatz erleben. Denn wenn die Formel 1 Anfang Juli auf dem Red Bull Ring endlich wieder Rennsport zeigen kann, dann werden Sebastian Vettel und Charles Leclerc mit Triebwerken der Version 065/2 ausrücken, wie mein Kollege Franco Nugnes von der italienischen motorsport.com berichtet. Die erste Evostufe des 1,6-Liter-V6-Turbomotors hat die erforderlichen Dauerläufe hinter sich, um nun zum Renneinsatz zu kommen.

Bei den Wintertests in Katalonien hatte sich gezeigt, dass Ferrari dritte Kraft ist, hinter Mercedes-Benz und Red Bull Racing-Honda. Auf Dauer-Weltmeister Mercedes fehlte eine gute halbe Sekunde. Zu den Verbesserungen neben dem Motor gehört beim verspäteten WM-Start ein verstärktes Getriebegehäuse. Was die Aerodynamik betrifft, so ist nicht damit zu rechnen, dass viele neuen Teile am Wagen zu sehen sein werden – nach der Rückkehr aus Australien wurde das Werk wegen des Coronavirus geschlossen, erst am 21. Mai wurde die Rennabteilung wieder geöffnet.

An sich müssten sich die Dauer-Weltmeister von Mercedes-Benz keine Sorgen machen. Sie haben erneut das schnellste Auto im Feld. Mit dem genialen Lenkungstrick DAS (dual axis steering) haben sie alle Gegner kalt erwischt. Das Problem des Silberpfeils im Testwinter: Die Zuverlässigkeit lässt zu wünschen übrig. "Ja, ich mache mir Sorgen", sagte Weltmeister Lewis Hamilton zum Thema Standfestigkeit. Der sechsfache Weltmeister weiss: Eine Anomalie in der Ölversorgung klingt nach keiner grossen Sache, aber das Auto bleibt trotzdem stehen. Mercedes-Kunde Williams musste im Rahmen der Wintertests zwei Mal den Motor wechseln.

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