Wieder dominant: Langeweile nicht Mercedes' Schuld

Von Andreas Reiners
Formel 1
Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff

Auch in dieser Saison führt auf dem Weg zum Titel kein Weg an Mercedes vorbei, die Silberpfeile dominieren das Geschehen. Die Verantwortlichen wehren sich gegen den Vorwurf, man sei schuld an der Langeweile.

Diese Diskussion wird in fast jeder Saison geführt. Immer dann, wenn Mercedes anfängt, die Konkurrenz dann doch zu dominieren. Mal passiert das früher, mal später.

Diesmal passiert es sehr früh. Zwar ist die Formel 1 abwechslungsreich und spannend, sehenswert. Das gilt jedoch bislang nur für die Kämpfe um die Plätze hinter Mercedes. Die Silberpfeile haben die ersten drei Rennen gewonnen, einmal durch Valtteri Bottas und zweimal durch Lewis Hamilton.

Ein echter Herausforderer? Ist nicht in Sicht.

Langweilig, was den Titelkampf betrifft. Doch ist das die Schuld von Mercedes?

«Wenn man sagt, Mercedes macht die WM langweilig, dann muss ich das richtigstellen. Die, die nicht hinterherkommen, machen die WM langweilig und nicht die, die vorne rausfahren. Denn das ist Sinn und Zweck der Sache», sagte der frühere Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug bei Sky.

Der aktuelle Motorsportchef Toto Wolff sieht ein, dass «die Dominanz eines einzelnen Teams, ob das nun wir sind, Red Bull oder Ferrari, immer ein bisschen langweilig für die Weltmeisterschaft» ist.

Aber: Es ist doch nicht die Schuld des Teams, das die richtigen Schritte für sich gesetzt hat, dass eine Saison vorhersehbar ist.»
Er würde sich nichts mehr wünschen als einen starken Wettbewerb mit einem unbekannten Ergebnis jeden Freitag, wenn das erste Training beginnt, «aber es ist in unserer Position sehr schwierig, die Rangordnung zu diesem Zeitpunkt wirklich zu ändern».

Mercedes habe ein Ziel, stellte er klar: «Jedes Wochenende so gut wie möglich zu bestreiten, dabei hoffentlich viele Punkte zu sammeln und die WM zu gewinnen. Was anderes können wir nicht tun.»

Und genau das macht man auch weiterhin. «Wenn wir die Saison 2020 schon als Spaziergang nehmen würden, in der wir im Grunde genommen nur noch im Dezember in Paris den Pokal abholen müssen, hätten wir nicht eine dieser Weltmeisterschaften gewonnen», sagte er: «Nicht eine einzige Faser in uns denkt, dass diese Weltmeisterschaft schon gelaufen ist. Sowas kann dich ganz schnell aus der Bahn werfen.»


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