Toto Wolff (Mercedes): «Nicht meine beste Idee»

Von Rob La Salle
Formel 1
Toto Wolff

Toto Wolff

​Die Formel 1 kehrt auf den Nürburgring zurück: Nicht nur für die Marke Mercedes-Benz ist diese Rennstrecke etwas ganz Besonderes, auch Teamchef Toto Wolff hat darüber Einiges zu erzählen.

Die Formel 1 zurück in der Eifel, das freut auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff: «Eine Rennstrecke, die einen wichtigen Teil in der Rennsportgeschichte von Mercedes einnimmt. An diesem Ort wurde im Jahr 1934 die Legende der Silberpfeile geboren, und wir sind sehr stolz darauf, dass wir seither weitere Kapitel zu dieser erfolgreichen Tradition hinzufügen durften.»

«Mit dem Nürburgring verbinde ich einige schöne Erinnerungen: An dieser Strecke habe ich mein erstes Autorennen gesehen und dabei meine Liebe zum Motorsport entdeckt. Zudem bin ich hier viele Rennen gefahren und habe 2009 sogar an einem Rekordversuch auf der Nordschleife teilgenommen, was nicht unbedingt zu meinen besten Ideen gehört.»

Wir erinnern uns: Wolff hatte es sich in den Kopf gesetzt, den Rekord seines Freundes Niki Lauda unterbieten. Lauda war 1975 in 6:58,4 min um die Nordschleife gewetzt, als einziger GP-Fahrer unter sieben Minuten. Wolff glaubte, diesen Wert mit einem Porsche 911 GT3 RSR unterbieten zu können. Wolff verheimlicht nicht: «Niki hat gesagt, das sei ein Himmelfahrtskommando und die dümmste Idee, von der er je gehört habe.»

Toto Wolff fuhr einen ersten Versuch in 7:03 min, dabei bemerkte er ein Reifenproblem, kam aber nicht an die Box. Prompt platzte in der Fuchsröhre der rechte Hinterreifen, bei rund 270 km/h. Wolff krabbelte aus dem Wagen, dann brach er zusammen. Er hatte sich Wirbelbrüche zugezogen und eine schwere Gehirnerschütterung. Es war der Moment, in welchem er wusste, dass seine Karriere hinter dem Lenkrad von Rennwagen vorbei ist.

Zurück zum kommenden GP-Wochenende. Toto Wolff weiter: «Wir wissen, dass das Eifel-Wetter zu dieser Jahreszeit eine Herausforderung darstellen kann. Die Meteorologen sagen voraus, es werde kalt, regnerisch und windig – dadurch kann das Rennen unberechenbar werden. Die Strecke stellt das Auto in jeder Hinsicht auf den Prüfstand und bietet eine Reihe an verschiedenen Kurventypen sowie Geschwindigkeiten. Bei diesen Bedingungen wird es eine schöne Herausforderung für uns, den W11 bestmöglich an diese anspruchsvolle Strecke anzupassen.»

Russland-GP, Sotschi

1. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, 1:34:07,868 h
2. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +7,729 sec
3. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +22,729
4. Sergio Pérez (MEX), Racing Point, +30,558
5. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +47,065
6. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +1:02,186 min
7. Esteban Ocon (F), Renault, +1:08,006
8. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +1:08,740
9. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +1:29,669
10. Alex Albon (T), Red Bull Racing, +1:32,995
11. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, +1 Runde
12. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1 Runde
13. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +1 Runde
14. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +1 Runde
15. Lando Norris (GB), McLaren, +1 Runde
16. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +1 Runde
17. Romain Grosjean (F), Haas, +1 Runde
18. George Russell (GB), Williams, +1 Runde
Out
Lance Stroll (CDN), Racing Point, Crash
Carlos Sainz (E), McLaren, Crash

WM-Stand Fahrer nach 10 von 17 Rennen

1. Hamilton 205 Punkte
2. Bottas 161
3. Verstappen 128
4. Norris 65
5. Albon 64
6. Ricciardo 63
7. Leclerc 57
8. Stroll 57
9. Pérez 56
10. Gasly 45
11. Sainz 41
12. Ocon 36
13. Vettel 17
14. Kvyat 14
15. Nico Hülkenberg (D) 6
16. Räikkönen 2
17. Giovinazzi 2
18. Magnussen 1
19. Latifi 0
20. Russell 0
21. Grosjean 0

Marken
1. Mercedes 366
2. Red Bull Racing 192
3. McLaren 106
4. Racing Point 104
5. Renault 99
6. Ferrari 74
7. AlphaTauri 59
8. Alfa Romeo 4
9. Haas 1
10. Williams 0

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